Neue Modelle
Fiat übernimmt Zastava

Der italienische Autokonzern Fiat steht vor der Übernahme der serbischen Zastava-Werke. Nach Informationen des Handelsblatts aus Belgrad ist der Vertrag zum Kauf von 70 Prozent der Zastava-Anteile unterschriftsreif. Dabei geht es um Investitionen in Höhe von 700 Mill. Euro. Serbien ist für Automobilkonzerne zu einem wichtigen Standort für das Russland-Geschäft geworden.

BERLIN. Fiat-Sprecher Gualberto Ranieri bestätigte, dass die Verhandlungen zwischen Fiat, der serbischen Regierung und Zastava „im absoluten Endstadium“ seien. Von den dort zu produzierenden „absolut neuen Modellen“, bei denen es sich laut Medienberichten zunächst um ein City-Car mit dem Namen „Topolino“ und dann um einen weiteren Kompaktwagen handeln soll, sollen von Mitte 2010 an jährlich 300 000 Wagen vom Band rollen.

Zastava ist der größte serbische KFZ–Hersteller. Serbien ist für Autokonzerne ein guter Standort, da in dem Balkanland gefertigte Fahrzeuge zollfrei in den stark boomenden russischen Markt exportiert werden dürfen.

Die endgültige Besiegelung des Fiat-Zastava-Pakts hängt jetzt vom Urlaubskalender der Politiker ab: Denn Serbien möchte laut Nachrichtenagentur Beta den Vertrag mit Fiat-Chef Sergio Marchionne in Anwesenheit von Serbiens Präsident Boris Tadic und Italiens Regierungschef Silvio Berlusconi oder Außenminister Franco Frattini unterzeichnen. Frattini kommt aber erst im September nach Belgrad.

Der Hamburger ist nach Stationen als Auslandskorrespondent in Moskau, Brüssel und Warschau jetzt Auslandschef des Handelsblatts. Er interessiert sich besonders für Osteuropa, die arabische Welt und Iran.
Mathias Brüggmann
Handelsblatt / Korrespondent
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