Neue Modelle kommen erst noch
Autofrühling lässt auf sich warten

Die krisengeschüttelte Automobilindustrie hat im März auf dem deutschen Markt vergeblich auf den Frühlingsaufschwung gehofft. Kurz nach Ende des wichtigsten Verkaufsmonats der Branche zeichnet sich ab, dass die Zahl der Neuzulassungen auch im März enttäuschend war. Der Verband der Importeure von Kraftfahrzeugen (VDIK) rechnet inzwischen nur noch mit einem Nullwachstum im vergangenen Monat – maximal gebe es ein Plus von 1 Prozent, sagte VDIK-Präsident Volker Lange.

hz/hof FRANKFURT/M. Bereinigt bedeutet das im laufenden Jahr den dritten Minusmonat in Folge für die Branche, denn der März verfügt im Jahresvergleich über zwei Werktage mehr – was normalerweise ein Plus garantiert. Autoexperten wie das Institut Polk Marketing Systems sowie der Gelsenkirchener Professor Ferdinand Dudenhöffer erwägen nunmehr, ihre Jahresprognose erneut zu reduzieren. In der Vergangenheit stand der März stets für ein Zehntel der Zulassungen eines Autojahres.

Branchenkenner sind sich daher sicher, dass viele Schätzungen erneut ins Wanken geraten werden. „Wenn der März keine Wende gebracht hat, werden alle in Moll machen“, sagte Henrik Lier, Autoanalyst bei der WestLB, voraus. So fasst Dudenhöffer nun ins Auge, seine Schätzung für den deutschen Markt in diesem Jahr auf 3,3 Millionen Fahrzeuge zu senken. Auch das Essener Prognoseinstitut Polk, auf dessen Zahlen viele Autohersteller zurückgreifen, denkt über eine erneute leichte Anpassung nach unten nach, wie Marktforscher Ulrich Winzen sagte. Er warnte jedoch davor, das Autojahr 2004 gleich mit einem schwachen März abzuschreiben. „Viele Kaufentscheidungen werden erst später gefällt, da viele neue Modelle noch nicht verfügbar sind.“

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