Neue Modelle
Volkswagen kämpft um chinesische Kunden

Volkswagen bringt in rascher Folge neue Modelle auf den chinesischen Markt. Nach dem neuen Passat und dem Modell Sagitar hat der deutsche Autobauer am Freitag nun den neuen Polo in Schanghai präsentiert. Bereits in zwei Wochen soll eine China-Version des VW Bora folgen.

hof/HB PEKING. Volkswagen hat zwei neue Polo-Modelle in China eingeführt, obwohl die Polo-Reihe im Reich der Mitte bislang hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist. Die chinesischen Varianten des Modells heißen „Polo Jinqing“ und „Polo Jinqu“. Die Wagen werden umgerechnet etwa 9 000 Euro kosten, sagte der Geschäftsführer des Schanghaier Volkswagen Joint Ventures, Chen Zhixin, am Freitag. Damit liegen die Polos in der oberen Preisklasse vergleichbarer Autos in China.

Mit dem gleichzeitigen Verkaufsbeginn zweier Modelle versucht Shanghai Volkswagen, auf die Besonderheiten des chinesischen Markts zu reagieren. Während der „Jinqing“ wie der europäische Polo ein Steilheck hat, bekommt der „Jinqu“ ein sportlicheres Stufenheck.

Der Vorstandsvorsitzende der Volkswagen AG, Bernd Pischetsrieder, hatte laut Medienberichten die Einführung des Polo in China vor zwei Jahren als „völlig falsche Entscheidung“ bezeichnet. Die chinesischen Kunden waren nicht bereit, den vergleichsweise hohen Preis für einen Kleinwagen zu bezahlen. Der für den Verkauf zuständige stellvertretende Geschäftsführer von Shanghai Volkswagen, Stephan Wollenstein, sagte den neuen Polos angesichts steigender Verkaufszahlen für das Joint Venture dennoch eine positive Zukunft voraus. „Ich glaube, wir werden mit dem Polo in China unter den besten drei der Klasse sein“, sagte Wollenstein vor Journalisten. „Jemand aus unser Unternehmensgruppe lag falsch, als er sagte, der Polo sei ein Flop in China.“

Am Donnerstag hatte das Gemeinschaftsunternehmen Shanghai Volkswagen, das zu gleichen Teilen der Volkswagen-Gruppe China und dem chinesischen Automobilhersteller SAIC gehört, wachsende Verkaufszahlen bekannt gegeben. In diesem Jahr werde das Unternehmen „definitiv“ wieder mehr als 300 000 Autos verkaufen, sagte Dieter Seemann, stellvertretender Managing Director von Volkswagen in Schanghai.

Marktbeobachter rechnen nun mit einem Jetta-Nachfolger. Der Jetta, der seit vielen Jahren in China gebaut und verkauft wird, gehört noch immer zu den Verkaufserfolgen in dem Land. Im Mai war das Modell erneut das am meisten verkaufte Auto in China.

„Wir beschleunigen die Einführung neuer Modelle in diesem Jahr, um die chinesischen Erstkäufer zu gewinnen“, bestätigte Seemann. „Wir brauchen mehr Modelle, um unser Wachstum zu unterstützen.“ Der Marktanteil von Volkswagen in China, dem wichtigsten Absatzmarkt nach Deutschland, ist von einst 50 auf rund 17 Prozent zurückgegangen.

Um diese Position zu verteidigen, wirft VW momentan möglichst viele neue Modelle auf den chinesischen Markt. VW-China-Chef Winfried Vahland hat bis Ende 2008 rund ein Dutzend neue und überarbeitete Modelle angekündigt. Dazu zählen auch der Octavia und der Fabia von Skoda. Die VW-Tochter baut ab dem kommenden Jahr in China Autos.

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