Neue Ölbohrungen
BP wagt sich wieder in die Tiefsee

Nach der Katastrophe im Golf von Mexiko musste BP auf Geheiß der US-Regierung Bohrungen in tiefen Gewässern einstellen. Nun will der Ölkonzern wieder mit Tiefseebohrungen beginnen, gab ein hochrangiger Manager bekannt.
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HB TAMPA. BP will laut einem hochrangigen Manager des Ölkonzerns wieder in tiefen Gewässern bohren. Nach der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko, bei der rund 780 Mio. Liter Rohöl ins Meer liefen, hatte das Unternehmen Tiefseebohrungen eingestellt.

BP-Manager Mike Utsler, Leiter der Reinigungsarbeiten entlang der Golfküste, kündigte am Dienstag in Tampa im US-Staat Florida an, sein Unternehmen wolle wieder in der Tiefsee bohren und die Suche nach neuen Reserven ausbauen. Risiken sollten aber besser verstanden werden, um sie in Zukunft entschärfen zu können.

Die US-Regierung hatte erst kürzlich ein generelles Verbot von Tiefseebohrungen aufgehoben, das infolge der Ölkatastrophe erlassen worden war. Utsler räumte nun ein, BP habe lokale Entscheidungsträger zu spät in die Aufräumarbeiten eingebunden. Der großflächige Einsatz von chemischen Verdünnungsmitteln, um den Ölteppich aufzulösen, sei aber angemessen gewesen, sagte der Manager. Die Hauptschuld an dem Unglück trage außerdem nicht BP, sondern der Subunternehmer, der für das Versagen des Schutzventils am Bohrloch verantwortlich sei.

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