Neue Offerte aus Indien
Areva gerät bei Repower ins Hintertreffen

Im Bieterwettstreit um den Hamburger Windturbinenbauer Repower scheint sich das Blatt zugunsten der indischen Suzlon zu wenden. Nach einem Gespräch mit dem Repower-Vorstand hofft der indische Wettbewerber nun auf dessen Zustimmung zu seinem Übernahmeangebot.

HB DÜSSELDORF. „Das Ergebnis des Treffens war sehr zufrieden stellend“, sagte Sulzlon-Chef Tulsi Tanti am Freitag. Kurz zuvor hatte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) das Übernahmeangebot Suzlons für Repower freigegeben.

Die weltweite Nummer fünf der Windkraftbranche bietet mit 126 Euro je Aktie oder insgesamt 1,03 Mrd. Euro rund 20 Prozent mehr für die Nummer sieben als der französische Atomkonzern Areva. Vorstand und Aufsichtsrat von Repower wollen bis Mittwoch zu der Offerte der Inder Stellung nehmen, sagte ein Unternehmenssprecherin. Areva selbst äußerte sich bis zum gestrigen Sonntag nicht.

Finanzkreise interpretieren dies als Indiz dafür, dass die französische Regierung eine weitere Erhöhung des Areva-Angebots für Repower nicht unterstützt. Der weltgrößte Hersteller von Kernkraftwerken befindet sich überwiegend in Staatsbesitz. Mit der mehrheitlichen Übernahme von Repower – die Franzosen halten bereits 29,9 Prozent – wollte Areva ein zweites Standbein im Bereich der erneuerbaren Energien errichten, dem Experten große Wachstumschancen einräumen.

Das Angebot von Suzlon läuft bis zum 20. April. Zugleich verlängert sich die Offerte von Areva, die eigentlich am 7. März ausgelaufen wäre, ebenfalls bis zum 20. April. Suzlon hat anders als Areva keine Mindestannahmeschwelle festgelegt, so dass das Angebot in jedem Fall gültig ist. „Es geht uns weniger um Kontrolle als um eine Partnerschaft und darum, Repower stärker zu machen“, erklärte Tanti. Die Inder haben sich mit der portugiesischen Martifer, einem Hersteller von Stahltürmen für Windanlagen, verbündet, der 25,4 Prozent an Repower hält.

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