Neue Offerte
Potash versucht es erneut bei K+S

K+S hat die Avancen des kanadischen Rivalen Potash bislang strikt zurückgewiesen. Der Düngemittelkonzern fordert einen höheren Preis und Zusagen zum Erhalt von Standorten und Stellen. Nun fühlen die Kanadier erneut vor.
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FrankfurtIm Kampf um den Kasseler Düngemittelproduzent K+S bleibt der kanadische Angreifer Potash Corporation of Saskatchewan (PCS) hart. Er setzt offenbar weiterhin darauf, dass man den K+S-Vorstand mit dem bisherigen Vorschlag einer Übernahme zu 41 Euro je K+S-Aktie an den Verhandlungstisch zwingen kann.

Dafür jedenfalls spricht die Tatsache, dass Potash seinen Vorschlag in einem weiteren Schreiben an den K+S-Vorstand und -Aufsichtsrat bekräftigt hat. Das Kasseler Unternehmen gab den erneuten Vorstoß von Potash jetzt per Ad-hoc-Meldung bekannt. Dem Schreiben sei ein Vorschlag für eine Kooperationsvereinbarung, ein so genanntes „Business Combination Agreement“, beigefügt, der unverändert auf einem Preis von 41 Euro je Aktie basiere. De facto ist damit wohl ebenfalls eine Übernahme gemeint.

K+S lehnt den Vorstoß von Potash bisher ab und sieht sich mit 41 Euro je Aktie oder knapp acht Milliarden Euro als zu niedrig bewertet. Vor allem die in Bau befindliche Kali-Mine in Kanada wird aus Sicht der Kasseler von dem angebotenen Preis nicht genügend reflektiert.

Das neue Schreiben enthalte weitreichende Einschränkungen und würde keine Verlässlichkeit bieten, erklärte K+S am Freitag. Zudem sei eine wirkungsvolle Durchsetzbarkeit der Zusagen nicht gewährleistet.„Aus Sicht des K+S-Vorstands besteht demnach unverändert die Sorge, dass die von Potash vorgeschlagene Transaktion Arbeitsplätze und Standorte gefährdet. Der unveränderte Übernahmevorschlag sei unzureichend. „Wir sind gemeinsam mit dem Aufsichtsrat nach wie vor davon überzeugt, dass der vorgeschlagene Preis von 41 Euro je Aktie dem fundamentalen Wert von K+S nicht annähernd entspricht“, sagte Vorstandschef Norbert Steiner.

Potash spekuliert offenbar darauf, dass von Investorenseite stärkerer Druck auf das Management von K+S aufkommen wird, sich doch auf Gespräche einzulassen. Der Aktienkurs von K+S notiert seit Bekanntwerden der Übernahmepläne um die 37 Euro je Aktie, und damit um etwa zehn Prozent unter der Offerte. Das signalisiert, dass Börsianer bisher nicht mit einer Erhöhung des Angebots rechnen.

Eine Gefahr könnte aus Sicht von Investoren dagegen darin bestehen, dass PCS das Vorhaben aufgibt und dann der K+S-Kurs wieder auf ein Niveau von unter 30 zurückfällt. Vor diesem Hintergrund – so offenbar die Hoffnung von PCS – könnte sich von Investorenseite über kurz oder lang der Druck auf das Unternehmen verstärken.

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  • K+S bleibt standhaft.

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