Neue Produkte und Pflege bekannter Marken
Inbev ködert Biertrinker mit neuen Sorten

Der weltgrößte Bierkonzern Inbev will in Deutschland mit den bekannten Marken und trendigem Bier aus Brasilien wachsen.

HB HAMBURG/BREMEN. „Wir haben derzeit keine Strategie für Akquisitionen und arbeiten jetzt mit unserem vorhandenen Portfolio“, sagte Deutschland-Chef Alain Beyens am Mittwochabend in Hamburg. „Aber wenn Brauereien verkaufen wollen, werden wir sie uns anschauen.“

Inbev führt in Deutschland die Marken Beck's und Haake Beck (beide Bremen), Gilde (Hannover), Wolters (Braunschweig), Hasseröder (Wernigerode), Diebels (Issum), Franziskaner, Spaten, Löwenbräu (alle München), Dinkelacker und Schwaben-Bräu (beide Stuttgart) sowie Mauritius (Zwickau).

Der Konzern setzt nach Angaben seines Deutschland-Präsidenten auf seine Marken und dabei insbesondere auf seine Flaggschiffe Beck's, Hasseröder und Franziskaner. „Für uns liegt die Zukunft nicht in billigem Bier. Wir müssen starke Marken haben.“ Denn 80 Prozent des deutschen Biermarktes entfielen auf Markenbier.

Inbev wolle sich mit neuen Produkten neue Käuferschichten erschließen, sagte Beyens. „Mit neuen Produkten kann man Konsumenten erreichen, die heute sagen: Bier ist nicht mein Ding.“ In der Vergangenheit hätten die Brauereien zu wenig in Innovationen investiert. Ein Beispiel für eine gelungene Innovation sei 2003 die Einführung von „Beck's Gold“ gewesen. Im Mai werde die Bremer Brauerei das noch mildere „Beck's Green Lemon“ auf den Markt bringen.

Beyens kündigte an, dass Inbev auch die brasilianische Biermarke „Brahma“ in Deutschland einführen werde. Einen konkreten Zeitpunkt nannte er nicht. „Es gibt junge, kosmopolitische Konsumenten, die offen sind für internationale Marken. Brasilien ist in und trendy.“

Inbev ist 2004 aus dem Zusammenschluss der belgischen Interbrew mit Stella Artois und der brasilianischen Ambev entstanden. Mit einem Absatz von jährlich mehr als 12 Millionen Hektolitern und einem Marktanteil von 9,6 Prozent ist Inbev der zweitgrößte Brauer in Deutschland nach dem Oetker-Konzern. An den acht deutschen Braustandorten werden 4133 Mitarbeiter beschäftigt. Der Unternehmensumbau habe 220 Arbeitsplätze gekostet, sagte Beyens. Es gebe weitere Einsparpotenziale, beispielsweise im Einkauf. Konkrete Pläne zur Schließung von Standorten habe der Konzern aber nicht.

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