Neue Ratingmethode hilft Staatskonzernen
Moody's macht Telekom Freude

Die Ratingagentur Moody's hat die Bonität von Unternehmen mit hohem Staatseinfluss untersucht. Dabei wurde die neue Ratingmethodik angewandt, deren Grundlagen die Ratingagentur im April vorgelegt hatte. Das hat die Bewertung zahlreicher Konzerne deutlich verbessert.

HB FRANKFURT. Verbessert haben sich insbesondere die Einstufungen von staatsnahen Telekom- und Rüstungsunternehmen sowie Ölkonzernen und Versorgern. So erhöhte Moody's die Langfristratings von Deutscher Telekom, France Telecom und Telekom Austria jeweils auf "A3". Insgesamt wurden die Ratings von mehr als einem Dutzend Konzernen hochgestuft, darunter waren Enel, Eni, Gaz de France und der Luft- und Raumfahrtkonzern EADS.

Bei der GRI-Methode werden neben der Prüfung des alleinigen Risikos des Emittenten (Basiskreditrisiko) drei weitere Faktoren bei der Festlegung des Ratings berücksichtigt. Dazu gehören die Bonität des Staates, die Abschätzung der Korrelation eines Ausfalls von Emittent und Staat sowie das Ausmaß der Unterstützung von Staatsseite.

Die Deutsche Telekom spart durch die Hochstufung auf „A3“ von „Baa1“ in diesem und im nächsten Jahr jeweils einen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag. Bei einigen Anleihen aus den Jahren 2000 und 2001 gebe es Klauseln, dass die Zinszahlungen sänken, wenn mehrere Agenturen die Bewertung der Kreditwürdigkeit des Unternehmens heraufstuften, erläuterte ein Telekom-Sprecher am Donnerstag. „Das führt unter dem Strich zu einer Entlasung von etwa 24,5 bis 25 Mill. dieses Jahr und etwa 60 Mill. nächstes Jahr.“ Anfang März hatte die Rating-Agentur Standard & Poor's bereits das Rating des Konzerns auf „A-“ hochgenommen.

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