Neue Runde am Dienstag
Bislang keine Einigung bei Opel

Bei den Gesprächen über die Umsetzung der Sparpläne des Opel-Mutterkonzerns General Motors(GM) haben die Verhandlungsparteien auch nach knapp einem Monat noch keine Einigung erzielt. Am Dienstag wollen Vorstand und Betriebsrat der Adam Opel AG ihre Verhandlungen fortsetzen.

HB FRANKFURT. Die jüngsten Verhandlungen seien von einer konstruktiven Atmosphäre geprägt gewesen, sagte ein Opel-Sprecher am Freitag. Zum Inhalt der Gespräche könne er sich nicht äußern. Vorstand und Betriebsrat bei Opel waren am Donnerstag nach einer erneuten Verhandlungsrunde ohne Einigung wieder auseinandergegangen. Knackpunkt der Gespräche ist, ob die Sparvorgaben von GM ohne betriebsbedingte Kündigungen umgesetzt werden können. GM will in seinem defizitären Europageschäft jährlich 500 Millionen Euro sparen und bis zu 12.000 Stellen streichen. Allein 10 000 Arbeitsplätze sollen in Deutschland bei Opel wegfallen.

Ob - wie in Medien berichtet worden ist - Ende November eine konkreter Umsetzungsplan vorliegen wird, ist aber noch ungewiss. Für den 29. November ist eine Opel-Aufsichtsratssitzung terminiert und bei dieser Sitzung könnte eine Einigung gleich abgesegnet werden. Allerdings hieß es bei GM, dass die Verhandlungen durchaus länger dauern könnten. „Jeder ist sich der Dringlichkeit bewusst, weil wir die Dinge sobald wie möglich regeln müssen“, sagte ein GM-Sprecher und fügte hinzu: „Aber die Fragen sind sehr komplex und es ist ganz klar, dass es eine Weile dauern wird.“

In Unternehmenskreisen wird nicht ausgeschlossen, dass sich die Gespräche bis in das kommende Jahr hineinziehen könnten. „Sie könnten Wochen dauern und wenn sie bis zu den Feiertagen noch nicht beendet sind, dann machen wir eine Pause und beginnen zum Jahresanfang erneut.“ Es gebe für GM eine unabänderliche Bedingung und die sei die Höhe der Einsparung. „Der Zweck dieser Übung ist, dass GM die Kosten um 500 Millionen Euro reduziert und das geht nur über Fixkosten“, verlautete aus den Kreisen. Opel-Gesamtbetriebsratchef Klaus Franz hatte in den vergangenen Wochen signalisiert, dass die Arbeitnehmer bereit seien über flexiblere Arbeitszeiten und den Abbau übertariflicher Leistungen zu verhandeln. Sie fordern im Gegenzug vom Unternehmen aber die Zusage, auf betriebsbedingte Kündigungen und Werkschließungen zu verzichten. Der Rüsselsheimer Autobauer Opel macht den größten Teil des GM-Geschäftes in Europa aus.

Vergangenes Jahr wies Opel einen Verlust von 384 Millionen Euro aus. Das Unternehmen hatte bereits vor drei Jahren das Sparprogramm Olympia aufgelegt, um Opel wieder profitabel zu machen. Allerdings habe das Programm auf eine anspringende Konjunktur gebaut, sagte der Opel-Sprecher.

Neben Opel zählen zu GM in Europa der schwedische Autohersteller Saab und die britische Vauxhall.

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