Neue Statistik
Stahlbranche weitet Produktion deutlich aus

Diese Nachricht macht nicht nur der Stahlbranche viel Hoffnung, sondern könnte auch ein Indikator sein für die gesamte deutsche Wirtschaft: Die Stahlproduktion stieg im Mai so stark wie seit gut drei Jahren nicht mehr. Von einer Trendwende und positiven Signalen sollte man allerdings noch nicht sprechen.

HB BERLIN. Die Stahlproduktion stieg um fünf Prozent im Vergleich zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Das war der stärkste kalender- und saisonbereinigte Zuwachs seit Februar 2006 mit 10,6 Prozent. "Wir sehen eine leichte Entspannung, von einer Trendwende kann aber noch nicht gesprochen werden", sagte ein Statistiker.

Schließlich liegt das Minus im Vergleich zum Mai 2008 bei 48 Prozent. Und das ist widerrum mehr als der Einbruch bisher in diesem Jahr durchschnittlich war.

Wie stark die Unternehmen unter der Flaute bei wichtigen Kunden wie der Autoindustrie und dem Maschinenbau leiden, zeigt der Vergleich mit dem Vorjahresmonat. Hier lag die Produktion um 47,8 Prozent unter dem Ergebnis von Mai 2008. Von Januar bis Mai wurden bundesweit 11,32 Mio. Tonnen Rohstahl hergestellt, 44,1 Prozent weniger als vor Jahresfrist.

Die Stahlindustrie kämpft mit den schwersten Einbrüchen seit Jahrzehnten. Konzerne wie ThyssenKrupp, Salzgitter oder Weltmarktführer Arcelor-Mittal haben ihre Produktion deutlich zurückgefahren. Sechs von 15 Hochöfen in Deutschland stehen derzeit still. Die Wirtschaftsvereinigung Stahl rechnet nicht mit einer schnellen Erholung. "Auch für die kommenden Monate bleiben die Aussichten für den Stahlmarkt gedämpft", sagte deren Präsident Hans Jürgen Kerkhoff vor wenigen Tagen.

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