Neue Stromer-Kooperation
General Electric hängt sich an Peugeot

Bei dem Versuch, Siemens Marktanteile abspenstig zu machen, lässt der ewige Rivale nicht locker. Jetzt steigt GE in das Geschäft mit Elektroautos ein - und will schaffen, was noch niemandem zuvor gelang.
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München/FrankfurtNachdem der Siemens-Konzerns Elektroautos für sich entdeckt hat, zieht der größte Konkurrent General Electric (GE) nach: GE unterzeichnete mit dem französischen Autohersteller PSA Peugeot Citroën einen
Kooperationsvertrag. Wie GE am Mittwoch mitteilte, wollen die beiden Unternehmen ein neues Angebot entwickeln, das die bisherigen Nachteile von Elektroautos - geringe Reichweite oder lange Ladezeiten - überwindet. Der Vertrag wurde anlässlich der Automesse IAA in Frankfurt geschlossen.

Über das finanzielle Volumen des Vertrags wurden keine Angaben gemacht. GE und PSA Peugeot Citroën wollen in Frankreich ein Zentrum für Elektrofahrzeuge gründen. „Effiziente Lösungen können nicht einfach nur auf einem Elektrofahrzeugprogramm aufbauen. Wir müssen weiterdenken und kombinierte Lösungen konzipieren“, sagte Ferdinando Beccalli-Falco, Chef von GE Deutschland sowie des Europa- und Nordasiengeschäfts. Siemens hatte Ende August eine Kooperation mit dem schwedischen Autohersteller Volvo bekanntgegeben.

Siemens und GE begegnen sich auf vielen Feldern: In der Medizintechnik und bei Gasturbinen ebenso wie bei Windrädern. Mit der neuen Zusammenarbeit rücken die Amerikaner den Deutschen nun noch weiter auf die Pelle.Gerade gestern hatte der Konzern bekannt gegeben, er wolle sein Deutschland-Geschäft ausbauen.

Starker Nachholbedarf in Deutschland

Denn hierzulande gibt es starken Nachholbedarf. Während General Electric weltweit lange Zeit das schier unerreichbare Vorbild für den Siemens-Konzern war und die Münchener erst unter dem jetzigen Unternehmenschef Peter Löscher nah an den Erzrivalen heranrückten, sehen die Kräfteverhältnisse auf dem wichtigen deutschen Markt seit jeher anders aus. Hier hinkt GE den Siemens weit hinterher.

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