Neue Traktoren
Fendt will den europäischen Markt aufrollen

Der bayerische Landmaschinenhersteller Fendt will in Europa drastisch wachsen. Mit einem „Feuerwerk der Neuentwicklungen“, will der Konzern Absatz und Marktanteil in den kommenden Jahren in Europa kräftig ausweiten, sagte Fendt-Geschäftsführer Hermann Merschroth am Mittwoch in Würzburg. Auch eine Verdopplung des Umsatzes sei in den kommenden Jahren nicht ausgeschlossen.

fas MÜNCHEN. Fendt gehört zum US-Konzern AGCO, einem der größten Landmaschinenhersteller der Welt. Die deutsche Tochter hat nunmehr im achten Jahr in Folge ihre Erlöse gesteigert. Im vergangenen Jahr stieg der Umsatz um sieben Prozent auf 815 Mill. Euro. In diesem Jahr sollen die Erlöse schon auf 900 Mill. Euro wachsen. Zum Gewinn macht der Mutterkonzern keine Angaben.

Die guten Zahlen aus Deutschland stützen das Geschäft der Mutter, die im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres einen Umsatz- und Gewinneinbruch zu verkraften hat. Denn in den USA und Lateinamerika laufen die Geschäfte schlecht. Die US-Farmer verdienen weniger Geld und stellen größere Anschaffungen zurück, der einstige Boommarkt Brasilien leidet unter der starken Aufwertung des Real. „Das Marktumfeld war im zweiten Quartal in allen wichtigen Regionen schwach“, sagte AGCO-Chef Martin Riechenhagen, der zu den wenigen deutschen Managern gehört, die einen US-Großkonzern leiten.

Auch hier zu Lande dürfte die erwartet schlechte Ernte aufgrund der langen Dürreperiode auf die Erträge der Landwirte drücken. Gleichwohl sieht sich Fendt als Angreifer im Markt und sucht sein Heil vor allem in neuen Modellen. Allein im kommenden Jahr sollen 21 neue Maschinen auf den Markt kommen, auf dem Fendt mit dem US-Rivalen John Deere um die Marktführerschaft ringt. Kräftiges Wachstum sieht die Branche vor allem in Osteuropa: Drei von vier Traktoren, die in Deutschland gebaut werden, gehen bereits jetzt in den Export. Von Polen bis Ungarn investieren die Landwirte in neue Erntetechnik, da der EU-Beitritt ihnen neue Absatzmärkte auch in Westeuropa eröffnet hat. Fendt baut derzeit auch ein Vertriebsnetz in Russland und Kasachstan auf.

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