Neue Umweltstudien gefordert
Betriebsbeginn der Ostsee-Pipeline verzögert sich

Die geplante Ostsee-Pipeline wird voraussichtlich einige Monate später als zuletzt anvisiert den Betrieb aufnehmen. Grund ist die Forderung neuer Umweltstudien, so eine Sprecherin des russisch-deutschen Konsortiums Nord Stream am Mittwoch.

HB MOSKAU. Aufgrund geforderter neuer Umweltstudien werde sich der geplante Lieferstart wahrscheinlich um mehrere Monate bis Ende 2011 verzögern, sagte die Sprecherin am Mittwoch. „Wir nennen keinen exakten Monat, aber es wird in der zweiten Jahreshälfte 2011 losgehen“, sagte sie.

Die 1 220 Kilometer lange Leitung soll vom russischen Wyborg Gas nach Greifswald transportieren und wird schätzungsweise 7,4 Mrd. Euro kosten. Nord Stream wird vom russischen Versorger Gazprom geführt. Ihm gehören auch Eon, BASF und die niederländische Gasunie an.

Das EU-Parlament hatte am Dienstag ein neues Gutachten zu den ökologischen Folgen der Gaspipeline gefordert. Die EU hat sich bereits grundsätzlich für den Bau der Pipeline ausgesprochen, um die europäische Gasversorgung zu sichern. Anrainerländer wie Polen, Litauen und Estland sehen das Projekt allerdings kritisch. Sie fürchten, von der Gasversorgung aus Russland abgeschnitten zu werden. Vor allem Schweden fürchtet Schaden für die Umwelt.

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