Nur wenige Pharmakonzerne stehen derzeit so stark unter Druck wie der Branchenführer Pfizer. Mehrere wichtige Produkte haben in jüngerer Zeit bereits den Patentschutz verloren. Der Bestseller Lipitor wird 2010 folgen. Und die Pipeline bietet aus Sicht der meisten Analysten bei weitem nicht genug, um diese Delle abzufedern. Die Erwartung, dass Pfizer abermals zum Rezept einer Großakquisition greift, um die Schwächen zu überbrücken, ist daher in den letzten beiden Jahren stetig gewachsen. Der Biotechriese Amgen wurde dabei immer wieder einmal als möglicher Kandidat genannt.
Aber auch für Amgen ist das Umfeld rauer geworden, seit die beiden umsatzstarken Anämie-Medikamente Epogen und Aranesp wegen möglicher Nebenwirkungen in die Schusslinie gerieten. An der Börse verlor der Konzern seit Jahresbeginn ein Fünftel an Wert, und seine Umsatz- und Ertragsprognosen musste er vor kurzem deutlich nach unten korrigieren. Als Übernahmeziel ist Amgen damit nicht mehr ganz so attraktiv – aber auch nicht mehr so teuer.
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