Neue Zahlen
US-Autobauer verlieren in der Heimat

Gerade auf dem hart umgekämpften amerikanischen Automarkt mussten die US-Herstellter im vergangenen Monat deutlich zurückstecken. Profitieren konnten davon nur einige wenige Produzenten, darunter finden sich allerdings auch deutsche Fabrikate.

HB FRANKFURT. Die großen US-Autohersteller haben im Juli in ihrem Heimatmarkt massive Absatzrückgänge verzeichnet. Ford, dessen Verkaufzahl binnen Jahresfrist wie auch bei General Motors um rund 19 Prozent einbrach, kündigte am Mittwoch eine Überprüfung der Branchenprognose an. Zuletzt erwartete der Konzern im weltweit wichtigsten Automarkt einen Absatz von 16,8 Millionen Fahrzeugen im Gesamtjahr.

Volkswagen und Daimler-Chrysler verkauften ebenfalls deutlich weniger Autos als ein Jahr zuvor, während BMW, Porsche und Audi zulegten. Deutlich gegen den Branchentrend gewann vor allem die BMW-Gruppe mit einem Plus von 20 Prozent auf 28.364 Autos.

Der Absatz der Marke VW ging um 13 Prozent auf 19.653 Fahrzeuge zurück. DaimlerChrysler verzeichnete einen Rückgang von insgesamt neun Prozent und litt dabei besonders unter Absatzschwierigkeiten seiner deutschen Marke: Während die Mercedes-Benz-Gruppe ein Minus von 14 Prozent auf 18.586 Wagen verbuchte, kam die vor dem Verkauf an den Investor Cerberus stehende Tochter Chrysler mit einem Absatzrückgang von acht Prozent auf 137.728 Fahrzeuge vergleichsweise glimpflich davon.

Der Sportwagenhersteller Porsche verkaufte im Juli auf dem gesamten nordamerikanischen Markt 3414 Fahrzeuge, das waren zwei Prozent mehr als vor Jahresfrist. Bei Audi legte der Absatz in den USA ebenfalls rund zwei Prozent zu - die Ingolstädter brachten 7127 Autos an den Mann.

Mit Verkaufsschwierigkeiten hatte auch der zuletzt erfolgsverwöhnte japanische Hersteller Toyota zu kämpfen. Der weltgrößte Autobauer setzte mit 224 058 Fahrzeugen sieben Prozent weniger ab als vor Jahresfrist. Beim US-Branchenprimus GM brach der Absatz auf 320 935 ein, bei der Nummer zwei Ford sank er auf 195 245 Autos.

Zu den Rückgängen trug die Tatsache bei, dass der Juli 2007 einen Verkaufstag weniger hatte als der Vorjahresmonat. In einigen Statistiken werden die Zahlen um diesen Effekt bereinigt.

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