Neuer Airbus-Lieferant
Leoni drängt ins Flugzeuggeschäft

Der Nürnberger Kabelspezialist Leoni plant den Einstieg in das Flugzeuggeschäft. „Wir wollen uns als Systemlieferant für die Flugzeugindustrie anbieten“, sagte Leoni-Chef Klaus Probst im Gespräch mit dem Handelsblatt. Eine Kooperation mit Airbus würde die Abhängigkeit vom Autosektor reduzieren.

HB DÜSSELDORF. Leoni wolle seine Erfahrungen als einer der führenden Hersteller für Bordnetze in der Automobilindustrie nutzen. „Wir sehen gute Chancen, mit Airbus ins Geschäft zu kommen“, sagte Probst. Schon 2007 könnte ein erster Teilauftrag unter Dach und Fach gebracht werden.

Bislang ist vor allem der französische Kabelspezialist Labinal mit Airbus im Geschäft. Leoni seinerseits fertigt bereits für den Memminger Flugzeugbauer Grob, der einen eigenen Businessjet baut.

Leoni ist stark in der Kabelproduktion und in elektronischen Bordnetzen und will in diesem Jahr mindestens 1,9 Mrd. Euro Umsatz machen. Dreiviertel des Umsatzes macht der Konzern mit der Autoindustrie. Die kräftig wachsende Flugzeugbranche würde die Abhängigkeit vom Autosektor aber reduzieren.

Die Chancen stehen gut: Vor allem Airbus hat große Probleme mit der Verkabelung seines Riesenfliegers A 380 und muss die Auslieferung deswegen verschieben. Internet und Mulitmediaanwendungen werden für zukünftige Flugzeuggenerationen aber Standard. Airbus und Boeing suchen verstärkt Systempartner für diesen Bereich.

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