Neuer Bergbau-Gigant
BHP baggert Rio Tinto an

BHP, der Weltmarktführer der Bergbau-Branche, will seinen Konkurrenten Rio Tinto übernehmen. Mit der Fusion entstünde ein Rohstoff-Gigant mit mehr als 360 Milliarden Dollar Börsenwert. Während Börse und Analysten positiv auf den Plan reagierten, vertiefen sich die Sorgenfalten der Kunden.

LONDON/DÜSSELDORF. Marius Kloppers beginnt seine Amtszeit als Chef von BHP Billiton mit einem Paukenschlag: Im ersten Monat am neuen Schreibtisch hat der 45-Jährige dem Konkurrenten Rio Tinto einen Übernahmevorschlag unterbreitet. Trotz der spontanen Ablehnung und kartellrechtlicher Bedenken ist der Weltmarktführer der Bergbau-Branche zuversichtlich, die zweitgrößte Übernahme aller Zeiten über die Bühne zu bringen. Kunden wie der Stahlbranche graust es hingegen.

Nach der Ablehnung des ersten Vorstoßes hat BHP nach eigenen Angaben einen zweiten Brief geschrieben, um mit der Führung von Rio Tinto ins Gespräch zu kommen. Anhaltende Spekulationen an der Börse zwangen BHP gestern zu einer Mitteilung.

Die einhellige Ablehnung der Rio-Tinto-Führung sei „nicht besonders feindselig“ formuliert, erfuhr das Handelsblatt aus Bieterkreisen. Den Griff nach Rio Tinto habe der BHP-Vorstand seit Jahren überlegt. Der neue Chef, der am 1. Oktober sein Amt antrat, wagt nun den Sprung. Der Abgang seines wenige Jahre älteren Vorgängers Chip Goodyear sei aber nicht darauf zurückzuführen, dass er gegen die Fusion gewesen sei. „Dass BHP diesen Angriff wagt, zeigt, wie knapp gute Ressourcen sind“, sagt Analyst Charles Bailey von Brewin Dolphin Securities.

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