Neuer Dachverband soll Vielstimmigkeit beenden
Energiebranche bündelt ihre Interessen

Die Energie-Unternehmen in Deutschland wollen ihre zersplitterte Verbändestruktur aufgeben und ihre Interessen in einem neuen, großen Verband bündeln. Dies erfuhr das Handelsblatt von hochrangigen Energiemanagern.

HB BERLIN. Bei einem Spitzentreffen steckt die Branche am Donnerstag den künftigen Verbandsrahmen ab. Mit der neuen Interessenvertretung wollen vor allem die großen Energiekonzerne sicherstellen, dass sie gegenüber der kommenden Bundesregierung geschlossen auftreten.

„In der Praxis wachsen die Bereiche Strom und Gas zusammen, in den Verbänden spiegelt sich das aber nicht wider“, begründete ein Energiemanager gegenüber dem Handelsblatt den Vorstoß. Oft befehdeten sich die vielen Dach- und Fachverbände untereinander.

Ob Stromerzeuger, Netzbetreiber oder Kraftwerksbauer – jede Fraktion hat ihre Interessenvertretung. Neben der vertikalen Aufteilung nach Erzeugung, Netz und Vertrieb gibt es noch die horizontale nach Unternehmensgröße sowie nach privaten und öffentlichen Eigentümern. Ähnliches gilt für die Gasbranche. Für viele Firmen bedeutet das Mehrfachmitgliedschaften und hohe Kosten.

In der Branche heißt es, man wolle bereits im nächsten Jahr mit einer Stimme sprechen. Das Thema sei lange genug aufgeschoben worden. Mit der Verabschiedung des Energiewirtschaftsgesetzes seien nun die Rahmenbedingungen für die nächste Zukunft klar. Außerdem wolle man einer möglichen großen Koalition von Union und SPD eine einheitliche Linie präsentieren. Die Union hatte bereits vor der Wahl angekündigt, sie werde einen „Energiegipfel“ einberufen, um die Leitlinien der künftigen Energiepolitik festzulegen.

Teilnehmer des heutigen Spitzentreffens sind unter anderem Vattenfall-Chef Klaus Rauscher, Eon-Energie-Vorstand Walter Hohlefelder und der Präsident des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft, Werner Brinker.

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