Industrie
Neuer Herlitz-Eigner investiert kräftig

dpa-afx BERLIN. Der neue Mehrheitseigner des Büroartikel- und Papierkonzerns Herlitz will einen zweistelligen Millionenbetrag in das Berliner Traditionsunternehmen investieren. "Wir wollen nicht nur in Maschinen und Anlagen investieren, sondern auch neue Marktanteile in Osteuropa durch Firmenaufkäufe erobern", sagte der Deutschland- Geschäftsführer des Investmentfonds Advent International, Ralph Huep, der "Berliner Morgenpost" (Sonntagausgabe). Die US-Gruppe hatte Mitte August von den Herlitz-Hausbanken rund 65 Prozent der Anteile übernommen.

Der Advent-Geschäftsführer versicherte, sein Unternehmen habe "nicht die Absicht, Herlitz zu zerschlagen und Konzernteile zu verkaufen". Herlitz habe mit einem in Deutschland einzigartigen Vertriebssystem bis in die Regale der Supermärkte hinein keine Konkurrenz. Hinzu komme der hohe Bekanntheitsgrad der Marke. Herlitz hatte 2002 Insolvenz anmelden müssen, konnte aber dank eines erheblichen Forderungsverzichts der Gläubiger gerettet werden. Im vergangenen Jahr wies der Konzern bei einem Umsatz von knapp 335 Mill. Euro einen Überschuss von 3,7 Mill. Euro aus.

Zu einem möglichen Personalabbau - Herlitz beschäftigt derzeit 2 700 Mitarbeiter - wollte sich der Advent-Manager nicht äußern. Durch die vernachlässigten Investitionen sei jedoch Rationalisierungsbedarf entstanden, sagte Huep.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%