Neuer Milliardenauftrag aus China möglich: Transrapid-Konsortium darf wieder hoffen

Neuer Milliardenauftrag aus China möglich
Transrapid-Konsortium darf wieder hoffen

Die ostchinesischen Metropolen Schanghai und Hangzhou seien nicht weit von einer grundsätzlichen Einigung entfernt, eine 200 Kilometer lange Verbindung mit der Magnetbahn bauen zu wollen, erfuhr die Nachrichtenagentur DPA am Freitag in Peking.

HB PEKING. Damit kann das deutsche Transrapid-Konsortium auf den Bau einer neuen Strecke der Magnetschnellbahn in China hoffen. Die Strecke soll eine Verlängerung der bestehenden Flughafenverbindung in Schanghai werden.

„Wir haben uns beide beinahe auf die Magnetschnellbahn geeinigt“, hieß es in der Reform- und Entwicklungskommission in Hangzhou. Die Stadt Hangzhou habe zwar zunächst einen Hochgeschwindigkeitszug nach dem billigeren Rad-Schiene-Prinzip befürwortet, doch habe Schanghai auf der Magnetbahn bestanden, wurde erläutert. Mit den Plänen winkt Transrapid ein neuer Milliardenauftrag in China, nachdem die Hoffnung auf die lukrative Strecke Peking-Schanghai aufgegeben werden musste.

Die neue Magnetbahnverbindung soll die Entfernung zwischen den beiden Metropolen auf eine halbe Stunde reduzieren. Die Zeitung „Dushi Kuaibao“ berichtete nach Angaben der Webseite sina.com, die Genehmigung solle dieses Jahr beantragt werden. Der Baubeginn sei sogar schon vor Ende nächsten Jahres geplant. Die Magnetbahngesellschaft in Schanghai habe eine mittelfristige Durchführungsstudie vorgelegt, die Schanghai und die Provinz Zhejiang, in der Hangzhou liegt, angefordert hätten.

Ein Sprecher der Magnetbahngesellschaft bestätigte: „Wir haben einige Arbeit für die Linie Schanghai-Hangzhou gemacht. Die Behörden erwägen den Bau des Transrapids.“. Nach dem Zeitungsbericht wird wegen des möglicherweise höheren Passagieraufkommens eine Anbindung an der Endstation Longyang am Stadtrand Schanghais favorisiert, statt direkt vom internationalen Flughafen Pudong nach Hangzhou zu fahren.

„Wir nehmen mit Freude zur Kenntnis, dass sich die Sache offensichtlich in die richtige Richtung bewegt“, reagierte in Peking Alfred Wewers, Sprecher des Konsortiumsmitglieds ThyssenKrupp auf die Berichte. Das große Netz in China sei ideal für zwei Systeme. Rad- Schiene und Magnetbahn könnten unterschiedliche Aufgaben erfüllen. Die Verbindung nach Hangzhou eigne sich besonders gut für den Transrapid. ThyssenKrupp begrüße, dass es „offensichtlich zu einer neuen Streckenentscheidung kommen wird“.

Die Hoffnungen der Transrapid-Hersteller konzentrieren sich im wesentlichen auf China mit riesigen Bahnprojekten in den kommenden Jahrzehnten, nachdem Pläne für mehrere zunächst geplante inländische Strecken wie zwischen Hamburg und Berlin oder im Ruhrgebiet fallen gelassen wurden.

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