Neuer Produktionsstandort
VW läutet Schlussrunde für US-Werk ein

Der Autokonzern Volkswagen steht bei der Auswahl eines Produktionsstandortes in den USA kurz vor dem Abschluss. Nach Informationen aus Unternehmenskreisen haben die Wolfsburger die Suche auf die beiden US-Staaten Alabama und Tennessee eingegrenzt. Der dritte Kandidat in der Auswahl, Michigan, gilt dagegen als chancenlos.

FRANKFURT. Der VW-Vorstand soll bereits am morgigen Dienstag über das geplante US-Werk beraten, endgültig steht die Entscheidung dann auf der Tagesordnung der Aufsichtsratssitzung am 15. Juli. Ein VW-Sprecher wollte lediglich bestätigen, dass die Entscheidung zwischen Alabama, Tennessee und Michigan fallen werde.

Laut dem Branchenblatt "Automobilwoche" hat Alabama die besten Chancen auf den Zuschlag. Dort hatte sich auch der Autobauer Daimler mit seinem US-Werk Tuscaloosa niedergelassen. VW-Chef Martin Winterkorn hatte im Mai im Interview mit dem Handelsblatt eine Entscheidung über das US-Werk bis Mitte Juli in Aussicht gestellt.

Nach 20 Jahren steht VW damit vor der Rückkehr mit einem eigenen Werk in die USA. 1988 hatte der Autobauer sein letztes US-Werk im Bundesstaat Pennsylvania geschlossen. Das neue Werk soll VW unabhängiger vom Währungsrisiko machen und die Basis für ein starkes Wachstum in den USA legen. Bis 2018 will VW auf dem wichtigsten Automarkt der Welt den Absatz seiner Kernmarke auf rund 800 000 Autos fast vervierfachen.

In Europa stoppte VW angesichts der hohen Spritpreise unterdessen den geplanten Bau eines Pick-up. Die Rahmenbedingungen für den geplanten geschlossenen Wagen hätten sich "radikal verändert", sagte ein Sprecher. VW plant aber weiter in Argentinien ab 2009 eine offene Variante zu bauen, die auch in Europa angeboten werden soll. VW ist mit einem Umsatz von 109 Mrd. Euro und einem Nettogewinn von 4,1 Mrd. Euro Europas größter Autohersteller.

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