Neuer Sanierungsplan
Mitsubishi mit höherem Verlust

Der angeschlagene japanische Daimler-Chrysler-Partner Mitsubishi Motors wird an diesem Freitag angeblich einen deutlich höheren Verlust für das abgelaufene Geschäftsjahr ausweisen als erwartet. Wie die japanische Finanzzeitung „Nihon Keizai Shimbun“ berichtete, dürfte sich der Nettoverlust zum Bilanzstichtag 31. März auf 210 Mrd. Yen (1,5 Mrd Euro) statt auf 72 Mrd Yen belaufen.

HB TOKIO. Nach Informationen des Blattes führt der hochverschuldete Autobauer Gespräche mit dem US-Investmenthaus J.P. Morgan Chase über eine mögliche Kapitalbeteiligung durch den Erwerb von Vorzugsaktien. Mitsubishi legt an diesem Freitag einen eigenen Sanierungsplan vor.

Dieser war notwendig geworden, nachdem Daimler-Chrysler - mit 37 % derzeit größter Einzelaktionär bei Mitsubishi - im vergangenen Monat angekündigt hatte, sich nicht an der geplanten Kapitalerhöhung zu beteiligen und weitere Finanzhilfen für den japanischen Autobauer einzustellen. Es wird erwartet, dass nun die Mitsubishi-Gruppe dem Autobauer verstärkt unter die Arme greift. Der Sanierungsplan sieht japanischen Medienberichten zufolge unter anderem die Streichung von zehn Prozent der weltweiten Arbeitsplätze sowie die Schließung von Werken in Japan und Australien vor.

Wie die japanische Nachrichtenagentur Jiji Press am Freitag erfuhr, erwartet Mitsubishi im bis März 2005 laufenden Geschäftsjahr einen operativen Verlust von 119,7 Mrd Yen. Im abgelaufenen Jahr sei bereits ein operativer Verlust von 96,9 Mrd Yen angefallen. Für das kommende Geschäftsjahr 2005/2006 erwarte der Autokonzern jedoch auf operativer Basis die Rückkehr in die Gewinnzone. Danach werde ein operativer Gewinn von 20,6 Mrd Yen anvisiert, hieß es. Der Konzern gibt die Bilanz und Prognosen diesen Freitag nach Börsenende bekannt.

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