Neuer Tarifvertrag
Opelaner in Eisenach stimmen Sanierungsplan zu

Nach den Standorten in Rüsselsheim, Kaiserslautern und Dudenhofen haben nun auch die Beschäftigten im Eisenacher Opel-Werk dem Sanierungsplan zugestimmt. Damit ist das Vorhaben nur in Bochum durchgefallen.
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EisenachDie Beschäftigten im Opel-Werk Eisenach haben mit großer Mehrheit dem lange umstrittenen Sanierungsplan für den Autobauer zugestimmt. Der dazugehörige Tarifvertrag sei am Dienstag in geheimer Abstimmung von 89,7 Prozent der Gewerkschaftsmitglieder gebilligt worden, teilte der Bezirksleiter der IG Metall, Armin Schild, mit.

Das Sanierungsprogramm sieht vor, dass im jüngsten deutschen Opel-Werk in Thüringen auch nach 2015 zwei Modelle produziert werden. „In Eisenach sind damit Produktionszusagen verbindlich geregelt, die den Standort sichern“, sagte Schild.

Ungleiche Entwicklung

Fahrzeugproduktion von Opel* in verschiedenen Ländern

in Tsd. Einheiten


Gewerkschaftsmitglieder der Opel-Standorte Rüsselsheim, Kaiserslautern und Dudenhofen hatten den Sanierungsplan bereits angenommen. Im besonders von Kürzungen betroffenen Werk Bochum war er durchgefallen. „Für Bochum gibt es damit keine Lösung. Aber wir werden alles tun, damit möglichst viele Arbeitsplätze dort erhalten werden“, sagte Schild. Am Mittwoch will nach seinen Angaben noch der IG Metall Vorstand über den Opel-Tarifvertrag entscheiden.

Der Kompromiss sieht vor, dass die Opel-Beschäftigten im Gegenzug zum um zwei Jahre bis Ende 2016 verlängerten Kündigungsschutz vorübergehend auf Tariferhöhungen verzichten.

In Eisenach beschäftigt Opel rund 1600 Mitarbeiter, dort werden der Corsa und seit Jahresbeginn das neue Stadtauto Adam gebaut. Nach Angaben von Betriebsratschef Harald Lieske ist das Werk derzeit im Zwei-Schicht-Betrieb ausgelastet.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Tja, das der Plan nur hier durchgefallen ist, macht aber nix. Denn die Werke I bis III schliessen, die meisten Arbeitsplätze dort und bei anhängingen Firmen gehen verloren. Nicht nur für die jetzt Betroffenen sondern auch für die nächste Generation von Arbeitssuchenden. BO- Laerwird trotzdem kein verlassener Stadteil. Direkt am Werk hat ein grosser McDonalds aufgemacht, neben an eine Tankstelle und AutoWerkstatt. Was amn so ansiedelt, wenn gar nichts anderes geht. Aber es herrscht dort Hochbetrieb.

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