Neuer Verbund hat 9 300 Mitarbeiter
Thyssen-Krupp schmiedet Werftenfusion

Im deutschen Marineschiffbau soll bis zum Herbst ein neuer Verbund unter Einschluss der Kieler Werft HDW entstehen. Thyssen-Krupp und der US-Finanzinvestor OEP haben sich auf die Zusammenlegung ihrer deutschen Werften geeinigt. Der entstehende Verbund könnte der erste Schritt zu einem vielfach beschworenden europäischen Werften-Bündnis sein.

HB DÜSSELDORF. Zunächst sollen die Thyssen-Krupp-Werften Blohm + Voss sowie Nordseewerke mit der OEP-gehörenden Kieler Werft HDW zusammengeführt werden, teilte ThyssenKrupp am Montag in Düsseldorf mit. Thyssen-Krupp werde an dem Verbund, dessen neuer Name noch nicht fest stehe, zu 75 Prozent beteiligt sein und die unternehmerische Führung übernehmen. OEP bekomme 25 Prozent und zusätzlich 240 Millionen Euro in bar. Der neue Werftenverbund werde rund 9.300 Mitarbeiter zählen und stehe für ein Umsatzvolumen von rund 2,2 Mrd. Euro, hieß es.

Zur Genehmigung der Fusion werde man in Kürze beim Wirtschaftsministerium eine Ministererlaubnis beantragen, sagte ein OEP-Sprecher. Beide Seiten gingen davon aus, eine solche Ausnahmeerlaubnis zu bekommen. „Schließlich war dieser Verbund von der Politik seit langem gewollt“, sagte der Sprecher. Das Fusionsansinnen muss aber wegen seiner Größe bei der Brüsseler Wettbewerbsbehörde zur Genehmigung vorgelegt werden. Für deren Entscheidung ist eine Ministererlaubnis im Prinzip aber irrelevant.

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