Neues Angebot: Thyssen-Krupp kämpft weiter um Dofasco

Neues Angebot
Thyssen-Krupp kämpft weiter um Dofasco

Thyssen-Krupp hat im Übernahmekampf um den kanadischen Stahlkonzern Dofasco sein Angebot erhöht. Die Summe liegt nun gleichauf mit der konkurrierenden Offerte des Luxemburger Konzerns Arcelor. Trotz des Gleichstands haben die Deutschen einen Vorteil.

HB DÜSSELDORF. Thyssen-Krupp biete nun wie Arcelor 63 kanadische Dollar je Aktie, teilte der Konzern am Dienstag mit. Die Entscheidung, das Angebot zu erhöhen, spiegele den strategischen Wert von Dofasco wider; das Unternehmen ist die Nummer eins auf dem kanadischen Stahlmarkt. „Angesichts des bedeutenden Wachstumspotenzials für die Stahlaktivitäten unserer beiden Unternehmen in Nordamerika werden wir den Erwerb von Dofasco weiter verfolgen“, erklärte Vorstandschef Ekkehard Schulz.

Gleichzeitig verlängerte Thyssen-Krupp die Annahmefrist für sein Angebot auf den 25. Januar. Denn nicht alle notwendigen Genehmigungen könnten bis zum 10. Januar – der ursprünglichen Annahmefrist – eingeholt werden.

Der Luxemburger Stahlkonzern Arcelor hatte vor Weihnachten seine Offerte von 56 auf 63 kanadische Dollar je Aktie angehoben und damit umgerechnet rund 3,52 Mrd. Euro für das Unternehmen geboten. Thyssen-Krupp war Ende November mit 61,50 kanadischen Dollar als „Weißer Ritter“ in den Bieterkampf eingestiegen.

Der Dofasco-Vorstand hatte zuvor das Arcelor-Gebot als feindlich eingestuft und den Kontakt zu Thyssen-Krupp gesucht. Die Kanadier hatten sich anschließend für die Annahme des Thyssen-Krupp-Angebots ausgesprochen. Nachdem Thyssen-Krupp sein Angebot erhöht hatte, erklärte Dofasco, die Offerte der Deutschen habe bei gleichem Barpreis weniger Konditionen als das Arcelor-Angebot. Deshalb empfehle der Spezialausschuss des Dofasco- Verwaltungsrates den Aktionären weiterhin, die Thyssen-Krupp-Offerte anzunehmen.

Die Thyssen-Krupp-Aktien gaben nach der Erhöhung der Offerte ihre Gewinne teilweise ab und notierten am Nachmittag mit einem Plus von 2,6 Prozent bei 18,39 Euro. Am Vormittag hatten die Papiere mit 18,51 Euro ein neues Jahreshoch markiert. Die Arcelor-Anteile lagen ebenfalls im Plus bei 21,30 Euro.

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