Neues Flagschifff
Boeing präsentiert das Leichtgewicht

Begleitet von einer eigens komponierten Hymne will der Flugzeugbauer Boeing am Sonntag den neuen Dreamliner vorstellen. 15 000 Mitarbeiter, Kunden und Zulieferer hat der Konzern dazu in das Werk im amerikanischen Everett eingeladen. Nur abheben wird das neue Leichtgewicht noch nicht.

HB NEW YORK. Im erbitterten Konkurrenzkampf mit Airbus stellt der US-Flugzeugbauer Boeing am Sonntag sein neues Flaggschiff vor. Der 787 Dreamliner ist das erste Verkehrsflugzeug, das überwiegend aus Karbon-Verbundbauteilen besteht. Das Leichtgewicht soll 20 Prozent weniger Kerosin verbrauchen als vergleichbare Maschinen und auch den Passagieren mehr Komfort bieten. Die Nachfrage nach Boeings erstem neuen Passgierflugzeug seit über einem Jahrzehnt ist groß: Seit dem Verkaufsstart 2004 sind bislang 662 Aufträge im Wert von mehr als 103 Milliarden Dollar nach Listenpreis eingegangen.

Begleitet von einer eigens komponierten Hymne und vor den Augen von 15 000 Boeing-Mitarbeitern, Zulieferern und Kunden soll der neue Hoffnungsträger im Werk in Everett im Bundesstaat Washington aus dem Hangar rollen. Symbolträchtig wählte der Konzern den 7/8/07 nach US-Datierung als Präsentationstag aus. Erstmals abheben soll der Dreamliner aber erst zu Testflügen im August oder im September. Die erste Auslieferung ist für Mai 2008 geplant.

Boeing bietet das mittelgroße Flugzeug in drei Modellvarianten mit 210 bis 330 Sitzplätzen an. Es steht in Konkurrenz zu dem neuen A350 XWB des europäischen Rivalen Airbus. Sein Rumpf ist aus einem Karbonfaser-Verbundwerkstoff gebaut und in einer riesigen Ofen gehärtet. Mit ihrem geringeren Gewicht und hoch-modernen Triebwerken soll die 787 die Treibstoffkosten der Fluggesellschaften deutlich senken.

Aber auch die Passagiere sollen von der Bauweise profitieren: Da die Materialien nicht rosten, muss die Luft in der Kabine nicht mehr so trocken sein. Zudem fallen auch die Fenster größer aus. Boeing wirbt zudem damit, dass sich das Kabinenlicht automatisch an die Tageszeit anpasst.

Boeing und Airbus liefern sich seit Jahren einen harten Kampf um die Spitze im internationalen Flugzeugbau. Dabei rutschte der europäische Hersteller wegen Lieferproblemen bei seinem neuen Superjumbo A380 und höheren Entwicklungskosten für den neuen A350 in eine Krise und verlor an Boden. Um wieder Anschluss zu finden, will die EADS-Tochter 10 000 Stellen abbauen und mehrere Werke verkaufen. Zuletzt zeigte sich das Unternehmen dank eines Auftragsbooms auf der Flugschau im französischen Le Bourget auf gutem Wege.

Die 787 ist das erste neue Boeing-Flugzeug seit dem Mini-Jumbo 777, den das Unternehmen 1995 in Dienst stellte. Eine neue Version seine beliebten 737 brachte Boeing 1998 heraus.

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