Neues Förderprojekt
Conoco Phillips fördert Gas in Abu Dhabi

Der US-Energiekonzern Conoco Philips expandiert. Jetzt hat das Unternehmen einen Coup gelandet: Im Emirat Abu Dhabi beteiligen sich die Amerikaner an einer staatlichen Ölgesellschaft - auch im Interesse der Araber.

DUBAI. Der drittgrößte US-Energiekonzern Conoco Phillips hat den Zuschlag für die Erschließung eines Gasfeldes im Emirat Abu Dhabi bekommen. Laut dem gestern unterzeichneten Vertrag wird das Unternehmen 40 Prozent und die staatliche Ölgesellschaft Abu Dhabi National Oil Company (Adnoc) 60 Prozent des Shah-Gasfeldes halten.

Das Projekt habe ein Volumen von zehn Mrd. Dollar, hieß es aus Unternehmenskreisen. Damit handelt es sich um eines der größten Energieförder-Vorhaben im Nahen Osten, an dem westliche Firmen beteiligt sind. Adnoc will mit der Anlage, die 2011 ans Netz gehen soll, seine Gasproduktion von derzeit knapp 130 Mill. Kubikmetern pro Tag um rund 28 Mill. Kubikmeter steigern. Um den Vertrag hatten sich auch Exxon Mobil, Royal Dutch Shell und Occidental Petroleum beworben.

Abu Dhabi reagiert mit dem Projekt auf den steigenden Energiebedarf in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE). Der hohe Ölpreis beschert dem Land Rekordeinnahmen und einen beispiellosen Immobilien-Boom. Damit wächst die Nachfrage nach Elektrizität dramatisch. Nach Schätzung von Future Energy, einer staatlichen Gesellschaft für erneuerbare Energien in Abu Dhabi, wird sich der Verbrauch innerhalb der nächsten sechs Jahre verdoppeln.

Die VAE, die auf den fünftgrößten Gasreserven der Welt sitzen, begannen daher im vergangenen Jahr mit dem Import von Gas aus Katar. Über die Finanzierungsbedingungen des Deals zwischen ConocoPhillips und Adnoc wurde Stillschweigen vereinbart. bac

Michael Backfisch
Michael Backfisch
Handelsblatt / Korrespondent
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