Lange und komplexe Entscheidungswege wie sie bei einem Großkonzern wie etwa Ford nun mal üblich seien, könne sich Volvo nicht leisten. „Wir brauchen andere Qualitäten wie zum Beispiel schnelle Entscheidungswege“, sagt Jacoby. Nur so könne der ungleich kleinere schwedische Autobauer gegen die etablierte und weit größere Konkurrenz rund um Audi und Daimler bestehen.
Vorbild für Jacoby ist dabei BMW. „Größe allein ist nicht ausschlaggebend für Erfolg“, sagt Jacoby. „Warum sollen wir das, was BMW gelungen ist, nicht auch schaffen?“ Dass Volvo von den angepeilten 800.000 Autos noch weit entfernt und derzeit vom Volumen her in einer ganz anderen Liga spielt, ficht Jacoby nicht an. „BMW ist unsere Benchmark.“
Und obwohl Volvo derzeit noch weit von dem für 2020 gesetzten Ziel entfernt ist, will Jacoby maßgebliche Bauteile wie Plattformen und Motoren selbst entwickeln – auch wenn das nicht billig werden dürfte. Aber: „Der Motor ist das Herz eines Autos. Das muss hausgemacht sein, wenn wir Premium-Attribute haben wollen.“ Im Gegenzug will Volvo, um Kosten zu sparen, einen Trend nicht mitmachen: nämlich in immer wieder neue Nische vorstoßen, wie dies etwa Audi oder Daimler tun. „Wir werden uns auf die wesentlichen Segmente konzentrieren“, sagt Jacoby.
Neben dem neuen Image und dem neuen Design müssen sich Volvo-Kunden zumindest perspektivisch noch auf eine weitere Neuerung einstellen: nämlich Volvo made in China. 2013 will Volvo in der Heimat des neuen Eigentümers die Produktion aufnehmen. Und neben der Fabrik in Chengdu wird bereits nach einem weiteren Standort gefahndet. Klar ist für Jacoby dabei: „Wir können nicht nur ausschließlich für den japanischen Markt produzieren.“ Und das gelte nicht nur für Volvo. „Die Zeit wird kommen, in der ausländische Autobauer aus China Autos für den Weltmarkt exportieren.“

Richtige Strategie. Kurze Wege und flexibel bleiben, das dürfte Volvo mittelfristig gelingen. Jedoch dürfen sie aber auch nicht den Nutzwert in einer Fahrzeugklasse vernachlässigen, denn der Nutzwert war bei diesen Autos anderen immer überlegen.

Man kann da nur viel Erfolg wünschen, denn die Europadiktaoren haben eine Auferstehung von Volvo nicht verdient. So schnell als möglich raus aus diesem Chaos und hoffentlich die besten Leute mit dazu!
Man kann Europa nur ausbluten, was anderes ist mit den satten und damit träg gewordenen Europäern nicht zu machen!
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