Neues RAG-Projekt
Grüne Energie aus Kohleschächten

Kohlekraftwerke haben vor allem unter Klimaschützern viele Feinde. Doch der Zechenbetreiber RAG und verschiedene Wissenschaftler tüfteln daran, in Kohleschächten künftig regenerative Energie zu produzieren.
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Herne Regenerative Energie könnte künftig auch aus Bergwerken kommen. Der Zechenbetreiber RAG Deutsche Steinkohle und Wissenschaftler tüfteln daran, in Kohleschächten Strom zu gewinnen. Kern der Überlegungen sind Pumpspeicherkraftwerke. Aus den Tiefen der Schächte werden gewaltige Wassermengen mit Hilfe von Windkraft, Photovoltaik, oder Biomassekraftwerken in Oberflächen-Speicher gepumpt. Wird in hohen Verbrauchszeiten Strom gebraucht, könne das Wasser durch Rohre in die Tiefe rauschen und Turbinen antreiben, sagte Frank Kremer von der DSK in Herne und bestätigte einen Bericht der WAZ (Dienstagausgabe).

Die Zechenexperten prüfen zusätzlich, ob sich über eine Erwärmung des Wasser in der Tiefe noch geothermisch Energie gewinnen lässt. Außerdem könnte die über Wetterschächte entweichende Luft möglicherweise eine weitere Turbine antreiben. Belastbare Konzepte könnten in eineinhalb bis zwei Jahren vorliegen, sagte Kremer. Da es nur noch fünf geöffnete Steinkohlezechen gibt, dränge die Zeit. Mit den Unter-Tage-Kraftwerken könnten große Mengen Energie erzeugt werden, die für die Versorgung mehrerer Tausend Häuser über mehrere Stunden ausreiche.

Ähnlich wie die geplanten Pumpspeicherwerke an Zechenhalden hätten die Schachtspeicherwerke den Vorteil, dass sie die Energie zu dem Zeitpunkt liefern, wenn sie gebraucht wird.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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