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Neues Sparprogramm: Bei RWE stehen 3500 weitere Jobs auf der Kippe

RWE ist nicht Eon, lautet die Devise der Gewerkschaften. Entsprechend gelassen sind die Reaktionen auf die drastischen Sparpläne des Vorstands. Allerdings: Bei der bisherigen Plänen wird es wohl nicht bleiben.

Der Energiekonzern RWE will in den nächsten Jahren mehr als 8000 seiner weltweit 72 000 Arbeitsplätze abbauen. Quelle: dpa
Der Energiekonzern RWE will in den nächsten Jahren mehr als 8000 seiner weltweit 72 000 Arbeitsplätze abbauen. Quelle: dpa

DüsseldorfDer designierte RWE-Chef Peter Terium bereitet die Arbeitnehmer bereits auf harte Sparmaßnahmen vor. In den Jahren 2013 und 2014 will Terium, der im Juli den Vorstandsvorsitz von Jürgen Großmann übernimmt, das Ergebnis durch Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen um mindestens eine Milliarde Euro verbessern.

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Dies geht aus einer Präsentation mit dem Titel „RWE 2015 – Das Programm für die Zukunft unseres Konzerns“ hervor, die in der vergangenen Woche dem Konzernbetriebsrat vorgestellt wurde und die dem Handelsblatt vorliegt. Damit würde der laufende Sparkurs des Energiekonzerns, der bis Ende 2012 bereits Einsparungen von 1,5 Milliarden Euro pro Jahr einbringen soll, nach der Energiewende noch einmal deutlich verschärft.

Eine RWE-Sprecherin bestätigte am Sonntag, dass die genannte Milliarde eine "Plangröße" sei. Man verhandele darüber zurzeit mit den Betriebsräten. Wie viele Stellen insgesamt wegfallen würden, könne man in diesem Stadium noch nicht absehen. Nach Angaben der "Financial Times Deutschland" handelt es sich um mindestens 3500 weitere Arbeitsplätze.

Unter der Lupe Die Stärken und Schwächen von RWE

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Terium war im vergangenen Sommer zu Großmanns Nachfolger gekürt worden und bereitet sich seit September als stellvertretender Vorstandsvorsitzender auf seine künftige Aufgabe vor. Diese wird schwierig werden, weil der Energiekonzerne durch den Atomausstieg die zuverlässigen Gewinne der Kernkraftwerke verliert und gleichzeitig Milliarden in den Umbau seiner Stromproduktion investieren muss.

750 Millionen Euro der zusätzlichen Einsparungen sollen bereits 2013 realisiert werden, 250 Millionen Euro im Jahr 2014. Alle Bereiche bekommen konkrete Zielvorgaben, die Details sollen in den kommenden Monaten ausgearbeitet werden. Wie aus der Präsentation hervor geht, will Terium auch die Chancen der Energiewende nutzen und neue Geschäftsmodelle bei erneuerbaren Energien, dezentraler Stromerzeugung oder Energieeffizienz entwickeln.

Eon, RWE, EnBW, Vattenfall Wie die Energiewende die Atomkonzerne quält

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Das neue Sparprogramm kommt nicht überraschend. Großmann hatte im vergangenen August, parallel zu Teriums Berufung, angekündigt, dass der Konzern nach dem Ende des  laufenden Programms Ende 2012 neue Einsparungen in Angriff nehmen will. Die Details sollen jetzt bereits bei der Bilanzpressekonferenz Anfang März präsentiert werden. RWE hatte im vergangenen Jahr bereits mehrere andere Maßnahmen in Angriff genommen, um die durch die Energiewende geschwächte Kapitalbasis zu stärken.

  • 06.02.2012, 09:32 UhrAnonymer Benutzer: dschallehn

    Weniger Arbeitsplätze und verdoppelter Strompreis, das sind die unmittelbaren Folgen der Energiewende in Deutschland. Wie so oft in der Geschichte kann die deutsche Volkswirtschaft nur einen Vorteil daraus ziehen wenn sie technologisch vorweg geht. Ich habe immer noch Vertrauen darin dass wir das schaffen können. Es macht mir nur Angst zu sehen auf welcher Grundlage hier energiepolitische Entscheidungen getroffen werden. Persönlich denke ich dass Energiepolitik in die Hände von Profis gehört - und nicht unwissenden Bürgern. Schwarmintelligenz macht zwar manchmal Sinn, allerdings bei der Tragweite der Entscheidungen in diesem Fall bezweifle ich ernsthaft dass ein Grossteil der mündigen Wähler alle Konsequenzen sehen und abwägen kann.
    Meine 5 Pfennig.
    D

  • 06.02.2012, 07:02 UhrEnergieelite

    Das kommt eben dabei raus wenn ein Ornithologe für Energie oder Reaktorsicherheit verantwortlich ist , bin nur mal gespannt wann er den anfangen will die bisher und die noch wegfallenden Arbeitsplätze aufzufangen , wie sie es ja immer verkündet haben !
    Ich würde diesen Inkompetenten dilettanten rausschmeißen !!!

  • 06.02.2012, 06:57 UhrEnergieelite

    Jochen Flasbarth

    2003 wurde er vom damaligen Bundesumweltminister Jürgen Trittin zum Abteilungsleiter Naturschutz und nachhaltige Naturnutzung im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit berufen.
    Flasbarth engagierte sich seit den 1970er Jahren ehrenamtlich in verschiedenen Umweltorganisationen. Mit 16 Jahren trat er in den damaligen Deutschen Bund für Vogelschutz (DBV) und heutigen Naturschutzbund Deutschland (NABU) ein und wurde 1983 von der DBV-Jugend zu ihrem Bundessprecher gewählt.[2]
    Unter anderem war er Präsidiumsmitglied des Deutschen Naturschutzringes (1985–2003), Gründungsvorstand des Verkehrsclubs Deutschland (1986) und maßgeblich an der Organisation der Deutschen Umwelttage in Würzburg und Frankfurt beteiligt. Er begleitete die Forschungsarbeiten zum Klima- und Ressourcenschutz in seiner Funktion als Aufsichtsratsmitglied des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie.
    Jochen Flasbarth war als Präsident des NABU wesentlich an der Neuausrichtung der Naturschutzorganisation weg von einer Fachorganisation für Vogelschutz hin zu einer breit aufgestellten Natur- und Umweltschutzogransaition hin beteiligt. Bereits in seiner Zeit als DBV-Jugend-Sprecher setzte er sich für eine stärkere politische Positionierung des Verbandes ein.

    Nun stellt sich nicht mehr die Frage wie kompetent dieser Jochen Flasbarth tatsächlich ist und wie Qualifiziert diese Behörde ihre arbeit macht , diese Mitarbeiter verfolgen tatsächlich nur Parteiziele und sie wirklich nicht Überparteilich !
    Ich denke wir sollten uns die ausgaben für eine solche Behörde sparen , Inkompetenter wie das der Herr Flasbarth macht geht es kaum .

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