Neues Spitzengespräch am Dienstag
Suche nach Kompromiss bei Opel kommt voran

Im Ringen um ein Sparpaket bei Opel rückt ein Kompromiss zwischen Management und Betriebsrat näher. In der Kernfrage Stellenabbau seien Fortschritte erzielt worden, konkrete Zusagen, etwa über einen Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen, seien jedoch noch nicht gegeben worden, hieß es aus Unternehmenskreisen.

HB FRANKFURT/M. Die Beratungen auf Spitzenebene werden am morgigen Dienstag fortgesetzt. Die Arbeitnehmerseite von Opel soll bereits heute auf einem Treffen betrieblicher und gewerkschaftlicher Vertreter in Rüsselsheim intern über den Verhandlungsstand informiert werden.

„Die Gespräche wurden in konstruktiver Atmosphäre geführt. Es sieht gar nicht schlecht aus“, sagte ein Opel-Sprecher. Ob sich die Positionen in der Frage der betriebsbedingten Kündigungen angenähert hätten, könne er aber nicht sagen. Die seit vier Wochen andauernden Verhandlungen um den Abbau von allein 10 000 Stellen bei Opel waren Ende vergangener Woche in die entscheidende Phase gegangen. Aus Unternehmenskreisen verlautete, man habe Schritte nach vorn gemacht. „Wenn es gravierende Probleme gäbe, dann hätte es in den vergangenen Tagen schon gekracht“, hieß es aus der Verhandlungsrunde.

Die inzwischen erzielten Fortschritte lassen die Chancen für einen Kompromiss am Verhandlungstisch bis Ende des Monats steigen. Verabschiedet wird das Maßnahmenpaket frühestens auf der nächsten Opel-Aufsichtsratssitzung am 29. November. Allerdings könnten die Gespräche auch länger dauern, hieß es.

Der Opel-Mutterkonzern General Motors (GM), der in Europa dieses Jahr zum fünften Mal in Folge rot schreibt, will die Kosten bis 2006 um 500 Mill. Euro jährlich drücken und droht, bis zu 12 000 Stellen in Europa, darunter allein 10 000 bei Opel, zu streichen. Der US-Konzern schließt in diesem Zusammenhang Werksschließungen und Entlassungen bisher ausdrücklich nicht aus.

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