Neues Sponsoring: Opel will mit dem BVB in die Champions League

Neues Sponsoring
Opel will mit dem BVB in die Champions League

Opel wird neuer Sponsor bei Borussia Dortmund und will damit auch in der Königsklasse mitspielen. Dabei haben schon andere Automarken vergeblich versucht, ihr Image mit dem Meister aufzupolieren.
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DüsseldorfSympathisch, jung, erfolgreich - die Attribute, die Werber mit dem aktuellen Fußball-Meister Borussia Dortmund verbinden, sind durchweg positiv. Davon will nun auch der angeschlagene Autobauer Opel profitieren. Der neue Opel-Chef Thomas Sedran verkündete die Partnerschaft heute höchstpersönlich in Rüsselheim: Die Mannschaft um Jürgen Klopp soll ab sofort Opel fahren. Zusätzlich wollen die Rüsselsheimer auf Banden und im Stadionmagazin werben. Über die Höhe des Sponsorings wurde Stillschweigen vereinbart. Trikotsponsor der Dortmunder bleibt Evonik.

Opel-Chef Thomas Sedran zog auf der Pressekonferenz Parallelen zwischen dem Fußballverein und dem Autobauer. Borussia Dortmund sei "heute mehr als ein erfolgreicher Fußballklub - das war aber nicht immer so. 2004 und 2005 befand sich auch der BVB in einer schwierigen Situation", betont Sedran. Aber nun stünde der Fußballklub finanziell hervorragend da. Genau wie sich der BVB erfolgreich neu aufgestellt habe, wolle man auch Opel wieder erfolgreich machen.

Auch BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke lobt die neue Zusammenarbeit. "Opel ist für uns ein perfekter Partner mit regionalem Bezug". Ein wichtiges Element der Zusammenarbeit zwischen Borussia Dortmund und Opel wird BVB-Trainer Jürgen Klopp sein. Er soll Opel künftig als Markenbotschafter vertreten. "Seine offene und authentische Art passt sehr gut zu uns. Jürgen Klopp verkörpert zentrale Markenwerte wie Leidenschaft und Leistung", sagt Sedran.

Ob es Jürgen Klopp und seiner Mannschaft alleine gelingt, den Ruf von Opel aufzupolieren, darf aber bezweifelt werden. Die bisherigen Werbepartner aus der Autoindustrie konnten ihr Image durch die Werbung mit dem Meistertrainer jedenfalls nicht merklich aufbessern. Klopps erster Sponsor Mitsubishi (2008-2010) stellte wegen der schlechten Verkaufszahlen zuletzt sogar die Produktion in Europa ein.

2010 stieg Klopp auf Seat um, doch bis heute sind die Spanier das einzige Sorgenkind des VW-Konzerns geblieben. Der Vertrag von Borussia Dortmund und Jürgen Klopp mit Seat war zur neuen Saison ausgelaufen. Nun soll Klopp also Opel retten. Er verbindet auch persönliche Erinnerungen mit dem Autobauer: "Schon mein Vater fuhr einen Opel Rekord."

Das Opel-Sponsoring ist der nächste Schritt in einer breit angelegten Sportsponsoring-Offensive mit der sich der angeschlagene Autobauer aus Rüsselsheim vom Verliererimage befreien will. Zur neuen Bundesliga-Saison sponsern die Rüsselsheimer auch Fortuna Düsseldorf, SC Freiburg, Bayer 04 Leverkusen und Mainz 05. Damit will Opel an die große Vergangenheit als Sponsor von Bundesligisten anknüpfen. Von 1989 bis 2002 war Opel Hauptsponsor des FC Bayern.

Kommentare zu " Neues Sponsoring: Opel will mit dem BVB in die Champions League"

Alle Kommentare
  • Ich verstehe die Ablehnung der Werbemaßnahme hier im Forum nicht.
    Solidarität kommt zumindest im Ruhrgebiet gut an (siehe Presseberichte von Offiziellen, z.B. Ottilie Scholz, OB Bochum, Günter Einenkel, Betriebsrat Opel Bochum) und hat eine gute Chance, Fans zu erreichen, von den unterschwelligen Werbebotschaften über Werbebanner während der Fußballübertragungen ganz zu schweigen.

    Jetzt noch einen sympathischen Fernsehspot mit Jürgen Klopp und die Marke Opel kann zumindest emotional aufgewertet werden (Autofahren ist Emotion ;) )

    Jetzt kann man nur noch hoffen, dass GM nicht wieder alles torpediert.

  • http://www.dekra.de/de/pressemitteilung?p_p_lifecycle=0&p_p_id=ArticleDisplay_WAR_ArticleDisplay&_ArticleDisplay_WAR_ArticleDisplay_articleID=4764128

    Mal eine objektive pannenstatistik...

  • Vielleicht solltest du auch mal Zeitungen lesen...OPEL steigt nicht als Hauptsponsor beim BVB ein!! Er wird nur auf der Leinwand und Werbebanden zusehen sein! Und die Dienstwagen bei offiziellen Veranstaltungen müssen OPEL Fahrzeuge sein...DU bist leider noch volle Frust nach der demütigung der letzen 2 Jahre...

  • @detlevd Geld gestohlen
    Die Spieler fahren eh was sie wollen. Die haben auch vorher keinen Seat gefahren. Darum geht es auch gar nicht. Das mit dem Geld gestohlen ist ja wohl völliger Unsinn. Stehlen die bei EON und RWE auch den Leuten das Geld? Da werden viel viel mehr Leute entlassen und Sparmassnahmen durchgezogen, aber keiner berichtet ständig davon. Warum sollte GM Opel nicht retten wollen? Es wäre ein Leichtes, den Laden umzulabeln und die Rosinen im Konzernverbund weiter zu nutzen. Tun sie aber nicht. Und Chevy ist mit unter 1% als Alternative zu winzig, um ein ernsthafter Konkurrent zu werden.

  • @batistuta Abstiegssymbole
    Nur weil Opel von der versammelten Presse fertig gemacht wird, muss man nicht ins selbe Horn stossen. Die aktuellen Opel sind weder vom Design, noch von der Technik noch von der Qualität schlechter als andere Fahrzeuge. Wie man dem Text entnehmen kann, war SEAT vorher der Sponsor des BVB. Diese Firma bringt seit Jahren dreistellige Millionenverluste für den VW Konzern und belastet die VW Bilanz in ähnlicher Weise wie es Opel bei GM tut. Nur darüber spricht keiner. Und der BVB ist trotzdem zweimal Meister geworden.

  • Managementversagen erster Güte, von beiden Seitern, den Mitarbeitern von Opel wurde "Geld gestohlen" so hart muß man da formulieren um die Marke und den Arbeitsplatz zu retten, ob es GM in Detroit überhaupt will ist eine andere Frage. Auch auf dem BVB - Management fällt ein Schatten, den Bayern-Bossen wäre das in der aktuellen Diskussion um Opel nicht passiert. Aber man kann sich ja weiterentwickeln. Die Spieler des BVB sind natürlich auch sauer, wenn der Meister Opel fahren muß, die Konkurrenz aus Mainz, Nürnberg und Fürth mit Audi, BMW und Porsche daherkommen.

  • @Jabbar76 Pannenstatistik
    Das Argument zieht nicht ganz. Da sind Autos in der Statistik, die mindestens 3 Jahre alt sind. Die neuen Modelle tauchen da gar nicht auf. Dazu kommt, dass viele nicht den ADAC im Pannenfall rufen, sondern den Herstellermobilservice, der dann eventuell deb ADAC beauftragt, aber diese Pannen nicht in die Statistik übernimmt.

  • Ich bin gerade deswegen so Opel-Kritisch eingestellt, da ich insbesondere von der Führung des Unternehmes Adam Opel AG so enttäuscht bin. Der schlechte Führungsstil ist - beginnend mit dem Problemfall Lopez - sicher insbesondere durch GMs schlechte Managemententscheidungen befeuert worden, aber gerade deswegen ärgert es mich, das sich ein Verein, wie es nunmal der BVB ist, sich mit dieser Firma gemein macht. Denn gerade der BVB kultiviert ein ganz anderes Führungsverständnis, nämlich eines das auf seine Bediensteten - Spieler und Trainer - langfristig baut und auch Spielern, die keine Stars sind eine Cance gibt. Für mich ist da gerade Opel und der Besitzer GM das Gegenteil. Denn es ist nicht ein Zeichen von sozialem miteinander, sondern von schlechtem Manchester-Kapitalismus der dort gespielt wird. Die Mitarbeiter von Opel können nichts dafür, aber ich sehe den Vertrag von Opel mit dem BVB eher als Image-Feigenblatt der GMer. Im Bio-Bereich wird sowas gerne Greenwash genannt und ich unterstütze es gerade nicht, dass dafür "mein" BVB herhalten soll. Ist halt auch eine emotionale Sache.
    Wobei (ironie on):
    Der Sponsoreinstieg bei Leverkusen kann ich da schon eher verstehen. Viezekusen bleibt Viezekusen. :-D

  • Jungs, es geht hier doch gar nicht um Opel-Autos. Es geht darum, dass der BVB, der sich nach zwei überaus peinlichen Champions-League-Jahren schon auf Augenhöhe mit den Bayern wähnt, von diesen noch viel lernen muss. Lieber Herr Watzke, lesen Sie wenigstens ab und zu mal Zeitung. Dann wüssten Sie nämlich, dass Opel kurz vor dem Exitus steht. Insofern können Sie froh sein, wenn GM wenigstens mal 1.500 EUR für den Trikotkauf überweist. Zur Rückrunde kann man dann zwischen den Nippeln von Lewandowski lesen: "Auf dieser Fläche könnte Ihr Name stehen".

  • Wahrscheinlich verzichten die Opelaner jetzt auf die Kohle, die der BVB bekommt.

    Das sollen wohl einige Milliönchen sein !

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