Neues Unternehmen
ThyssenKrupp bündelt Marineschiffbau

Der Essener Stahlriese vereint seine Schiffbausparten in einem Unternehmen. Die T hyssenKrupp Marine Systems AG soll zentraler Ansprechpartner für die Kunden werden.
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Essen/HamburgThyssenKrupp Marine Systems bündelt seinen Marineschiffbau in einem Unternehmen. Die Gesellschaften Blohm + Voss Naval und Howaldtswerke-Deutsche Werft (HDW) werden unter dem Namen ThyssenKrupp Marine Shipyards zusammengeführt, teilte die ThyssenKrupp Marine Systems AG am Freitag in Essen mit. Die Aufsichtsgremien hätten entsprechenden Plänen des Vorstands der ThyssenKrupp Marine Systems zugestimmt. Die Verschmelzung soll demnach zum Beginn des Geschäftsjahres 2012/13 im Oktober erfolgen.

„Ziel ist es, die Marktposition der Gruppe zu stärken und einen Komplettanbieter im Über- und Unterwasserschiffbau zu schaffen“, begründete eine Unternehmenssprecherin den Schritt. Das neue Unternehmen deckt demnach die gesamte operative Seite des Marineschiffbau-Geschäfts der ThyssenKrupp-Marine-Systems-Gruppe in Deutschland ab. Die ThyssenKrupp Marine Systems AG wird als Holding auch zukünftig die zentrale Führung und andere Funktionen wie etwa die Vertriebsleitung wahrnehmen.

Blohm + Voss Naval mit seinen Standorten in Hamburg und Emden baut Überwasserschiffe wie Korvetten oder Fregatten, HDW vor allem U-Boote. Die rund 2700 Arbeitsplätze an den drei Standorten - ca. 2100 in Kiel, etwa 380 Hamburg und rund 200 in Emden - sollen von dem Schritt nicht berührt werden.

Chef der ThyssenKrupp Marine Shipyards GmbH und verantwortlich für das gesamte technische operative Geschäft wird der bisherige HDW-Chef Andreas Burmester. Die kaufmännische Leitung übernimmt Evelyn Müller, bisher Sprecherin der Geschäftsführung von Blohm + Voss Naval. Sie wird zugleich stellvertretende Vorsitzende der Geschäftsführung.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Neues Unternehmen: ThyssenKrupp bündelt Marineschiffbau"

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  • Wieder Bündelung? Will man also unsere Matrosen durch Gase umbringen (Pressemeldungen), statt für einwandfreie Schiffe zu sorgen, oder kann und will man dies nicht? Es sind ja Staatsaufträge, wo man abzocken kann (BER z.B.).

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