Neues Werk dürfte nach Osteuropa kommen - Österreicher erhöhen ihre Profitabilität deutlich
Magna Steyr sucht weitere Standorte

Der neue Chef des Automobilzulieferers und unabhängigen Autoproduzenten Magna Steyr, Manfred Remmel, will das Unternehmen noch stärker als bisher zum strategischen Partner der Autokonzerne machen. So hängt die anstehende Entscheidung für eine neues Werk unmittelbar mit entsprechenden Aufträgen der Autokonzerne zusammen.

GRAZ. „Es gibt konkrete Projekte und intensive Gespräche“, bestätigte Manfred Remmel dem Handelsblatt. „Gefühlsmäßig wird wohl ein Standort in Europa, vielleicht Osteuropa dabei herauskommen“, sagte Remmel, der das Unternehmen seit Jahresbeginn führt. In Europa gebe es vielfältigen Handlungsbedarf bei der Kostensenkung, wie die Fälle Opel und VW zeigten. Vor allem aber drücke die kostengünstigere asiatische Konkurrenz massiv auf den Markt.

Magna Steyr, eine Tochter des kanadischen Magna-Konzerns, produziert im Grazer Werk unter anderem für BMW den Freizeitwagen X3, die G-Klasse von Mercedes-Benz, den Jeep Grand Cherokee, den Voyager von Chrysler und das Saab 9-3 Cabriolet. Im Grazer Werk wird sich in diesem Jahr die Produktion vor allem durch den X3 auf „200 000 plus ein bisschen mehr verdoppeln“, bestätigte Remmel. Die maximale Kapazität liege etwa bei 250 000 Fahrzeugen pro Jahr.

Dabei legt Magna Steyr ein enormes Wachstumstempo vor. „Das Geschäftsjahr 2004 ist sehr positiv verlaufen. Wir erreichen die Renditeerwartung des Eigentümers“, sagte Remmel. Konkreter wollte sich der Vorstandschef nicht äußern. Im vergangenen Jahr war der Umsatz um knapp 40 Prozent auf 2,7 Mrd. Dollar gestiegen und der operative Gewinn vervierfachte sich auf 47 Mill. Dollar. Die Rendite lag 2003 mit 1,7 Prozent aber noch deutlich unter der des Mutterkonzerns Magna von sieben Prozent bei insgesamt 15,3 Mrd. Dollar Umsatz.

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