Neues Werk
Volkswagen bald „made in Russland“

Der Wolfsburger VW-Konzern wird spätestens im kommenden Jahr mit dem Bau eines Automobilwerks in Russland beginnen. Das hat das Handelsblatt erfahren. Mit der Fabrik will Volkswagen auf dem Markt kräftig Gas geben. Andere Hersteller waren jedoch schneller.

HB DÜSSELDORF/MOSKAU. Die entsprechenden Verträge könnten nach Informationen des Handelsblatts aus politischen Kreisen in Moskau bereits in der kommenden Woche beim Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel beim russischen Staatspräsident Wladimir Putin unterzeichnet werden. Die Zustimmung des VW-Aufsichtsrats, der zurzeit in Wolfsburg tagt, gilt als sicher. Die Entscheidung wird wahrscheinlich noch am heutigen Donnerstag verkündet werden.

VW will ab 2008 in Russland eine Stufenhecklimousine auf Polo-Plattform und den Mittelklassewagen Skoda Octavia bauen. In der Fabrik und bei den Zulieferern am Standort Stupino nahe Moskau könnten bis zu 3 500 Arbeitsplätze entstehen, hatte kürzlich VW-Manager Detlef Wittig gesagt. Ein Vertrag des Konzerns mit Russland sehe vor, dass mindestens 30 Prozent der Wertschöpfung der Autos in Russland beschafft werden müsse. Im Gegenzug würden die hohen Importzölle deutlich gesenkt.

Bis 2010 will der VW-Konzern in Russland jährllich 150 000 Autos verkaufen. Zurzeit setzt der Konzern lediglich etwa 30 000 Autos in Russland ab.

Ford hat bereits ein eigenes Werk bei St.Petersburg, Toyota baut dort eines und auch Hyundai lässt in Russland montieren. Weitere japanische Hersteller stehen vor Entscheidungen über eigene Werke in dem Land. Daimler-Chrysler hat diese Überlegungen allerdings verworfen.

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