Neues Werk
VW zieht es weiter nach Brasilien

Einem Zeitungsbericht zufolge soll Volkswagen ein weiteres Werk in Brasilien planen und bereits kurz vor dem Abschluss der Verhandlungen stehen. Der Bau der Autofabrik würde den Konzern rund 1,4 Milliarden Euro kosten.
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Sao Paulo/HamburgVolkswagen will seine Kapazitäten in Brasilien einem Zeitungsbericht zufolge durch eine weitere Autofabrik erhöhen. Europas größter Autobauer stehe kurz vor dem Abschluss von Verhandlungen mit den brasilianischen Behörden über den Bau einer Fabrik für umgerechnet rund 1,4 Milliarden Euro, berichtete die Wirtschaftszeitung Valor Economico am Mittwoch unter Berufung auf Personen mit Kenntnis der Vorgänge. Der Konzern aus Wolfsburg bemühe sich um einen Kredit der staatlichen Entwicklungsbank BNDES von umgerechnet fast 800 Millionen Euro. Die Investition werde wahrscheinlich am 8. November bekanntgeben.

Ein VW-Sprecher sagte, der Markt in Brasilien wachse stark. Daran wolle Volkswagen teilhaben. Der Vorstand denke darüber nach, die Kapazitäten zu erhöhen. Noch sei nicht entschieden, ob dies durch ein neues Werk oder durch die Erweiterung vorhandener Kapazitäten geschehen solle.

Laut der Zeitung sind die Pläne sehr viel weiter fortgeschritten. Demnach sollen in der Fabrik mit einer geplanten Jahreskapazität von rund 200.000 Einheiten Kleinwagen vom Band rollen. Denkbar sei etwa der neue Stadtwagen Up!, den Volkswagen zunächst in Europa und später in einer abgespeckten Version auch in Schwellenländern auf den Markt bringen will. In Brasilien produziert VW unter anderem den Fox. Größere Bedeutung für Brasilien hat der Gol, der etwas größer als der hierzulande bekanntere VW Polo ist.

Brasilien hatte vergangenen Monat die Zölle auf Importautos drastisch erhöht, um die lokale Fertigung in dem südamerikanischen Land zu fördern. Volkswagen hatte vor Kurzem weltweit Milliardeninvestitionen in neue Werke und Modelle angekündigt, die Ausgaben aber nicht nach Regionen näher aufgeschlüsselt. Brasilien gehört nach China und Europa zu den größten Märkten von VW. Die Wolfsburger unterhalten dort bereits drei Pkw-Werke und ein Motorenwerk. Auch die Opel-Mutter GM und Toyota sind in dem Land vertreten. Nach hohen Zuwächsen in vergangenen Jahren war der brasilianische Pkw-Markt zuletzt kaum noch gewachsen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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