Neueste Studie
Cholesterinsenker von Merck und Schering-Plough ohne die erhoffte Wirkung

Rückschlag für die US-Pharmakonzerne Merck & Co und Schering-Plough: Eine neue Studie kommt zu dem Ergebnis, dass das umsatzstarke Cholesterin-Präparat Vytorin nicht wie erhofft das Herzinfarktrisiko von Patienten mit einer krankhaften Verengung der Aortenklappe senkt. Das ist aber noch nicht die einzige schlechte Nachricht der Untersuchung.

HB NEW YORK. Die US-Pharmakonzerne Merck & Co und Schering-Plough werden mit ihrem Cholesterin-Präparat Vytorin voraussichtlich keine zusätzlichen Umsätze machen. Eine am Montag veröffentlichte Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Vytorin nicht wie erhofft auch die Wahrscheinlichkeit einer krankhaften Verengung der Aortenklappen senkt. Dafür starben in der Versuchgruppe, die Vytorin eingenommen hatte, mehr Personen an Krebs als in der Vergleichgruppe, die ein Placebo bekommen hatte.

Die Aktien von Merk notierten nach Bekanntgabe der Ergebnisse rund vier Prozent tiefer mit 36,13 Dollar. Die Papiere von Schering-Plough lagen rund 14 Prozent tiefer mit 18,47 Dollar. Die Umsätze mit Vytorin waren zuletzt unter Druck geraten, nachdem Patienten in den USA empfohlen worden war, erst länger auf dem Markt befindliche Cholesterinsenker zu nutzen, bevor sich zu Präparaten wie Vytorin oder Zetia greifen. Beide Mittel werden von Schering-Plough und Merck & Co in einem Gemeinschaftsunternehmen vertrieben und erzielten zuletzt einen Jahresumsatz von 4,5 Mrd. Dollar. Die Unternehmen hatten gehofft, dass gute Ergebnisse in der neuen Studie das Image der Medikamente bei Ärzten und Patienten verbessern könnten.

Beide Unternehmen haben die Veröffentlichung ihrer Quartalszahlen kurzfristig auf die Zeit nach Börsenschluss am Montag verschoben. Die Firmen wollten Investoren zunächst über die Studie informieren, teilten die Arzneimittelhersteller mit. Merck und Schering-Plough hatten ihre Ergebnisse für das zweite Quartal ursprünglich vor US-Börsenstart veröffentlichen wollen.

In der neuen Studie mit dem Namen "SEAS" geht es um den Einsatz des Präparats bei der sogenannten Aortenstenose, einer krankhaften Verengung der Aortenklappe am Herz, die zu Herzversagen führen kann. Nach Schätzungen leiden daran etwa zwei Prozent aller Menschen im Alter über 65 Jahren.

Beide Mittel werden von Schering-Plough und Merck & Co in einem Gemeinschaftsunternehmen vertrieben und erzielten zusammen zuletzt einen Jahresumsatz von mehr als 4,5 Milliarden Dollar. Sie sind die umsatzstärksten Produkte von Schering-Plough und gehören auch bei Merck & Co mit zu den Umsatzträgern.

Vytorin kombiniert Zetia mit Zocor, einem älteren sogenannten Statin von Merck & Co..

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