Neufassung der Zuckermarktreform
Südzucker profitiert von Umschwenken der EU

Europas größter Zuckerhersteller Südzucker profitiert maßgeblich von der Ende September beschlossenen Neufassung der EU-Zuckermarktreform. Er hat seine Prognose für das operative Ergebnis erheblich nach oben korrigiert. Womit genau sich diese Überraschung begründet.

HB FRANKFURT. Dass das Unternehmen seine Prognose für das operative Ergebnis auf mindestens 210 (bislang 120 bis 160) Millionen Euro anhob, liege am Wegfall der so genannten Restrukturierungsabgabe, sagte ein Firmensprecher am Donnerstag. Vorbörslich lagen die Aktien von Südzucker rund 4,8 Prozent im Plus.

Aus der Abgabe speist die EU Prämien für die Stilllegung von Betrieben, womit die Zucker-Überproduktion in Europa gesenkt werden soll. Vor wenigen Tagen entschied die EU, dass nur diejenigen Firmen die Restrukturierungsabgabe zahlen müssen, die nicht im ausreichenden Maß Quoten für die Herstellung von Lebensmittelzucker zurückgeben. Für Lebensmittelzucker werden Garantiepreise gezahlt, die doppelt so hoch sind wie am Weltmarkt.

Südzucker hat wie andere Produzenten bislang insgesamt 13 Prozent seiner Quoten zurückgegeben, erwartet aber, dass die EU bis Jahresende 20 Prozent einfordert. Der Konzern besitzt rund ein Viertel aller europäischen Quoten für den Verkauf von Lebensmittelzucker.

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