Neun Jahre nach dem Zusammenbruch des Mutterkonzerns
Lloyd Werft meldet Insolvenz an

Die Bremerhavener Lloyd-Werft steckt in Zahlungsschwierigkeiten. Grund ist das Kentern des Kreuzfahrtschiffes „Pride of America“

HB BREMERHAVEN. Es treffe „ein florierendes Unternehmen, das durch das Unglück vom 14. Januar in diese Lage gekommen ist“, sagte Werftchef Werner Lüken am Montag. An dem Tag war das Schiff im Sturm an der Pier gekentert. Es liegt seitdem mit Schlagseite im Hafenbecken. Vor knapp neun Jahren hatte der Zusammenbruch des Mutterkonzerns - die Bremer Vulkan Verbund AG - die Werft zum ersten Mal in die Krise geführt.

Mit der Insolvenz soll nach Angaben von Bremens Wirtschaftssenator Hartmut Perschau (CDU) die Werft gerettet werden. Nur so gebe es die Chance, die Arbeit fortsetzen zu können, sagte er der Belegschaft. „Der Senat hat größtes Interesse, dass die Werft auch in Zukunft als wichtiger Arbeitgeber erhalten bleibt.“ Weil der Auftraggeber der „Pride of America“ eine Rate im zweistelligen Millionenbereich nicht gezahlt habe, habe es letztlich keine andere Wahl als die Insolvenz gelassen, sagte Perschau. Geschäftsführung, Banken, Versicherung und Senat hätten sich auf „die beste Lösung“ geeinigt.

Die IG Metall Küste forderte eine schnelle Lösung. „Es kann nicht sein, dass die Verantwortung zwischen Banken, Land und Reeder hin- und hergeschoben wird, während auf der anderen Seite mehr als 2000 Arbeitsplätze in Gefahr sind“, sagte Bezirksleiter Frank Teichmüller.

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