Neun-Monats-Bilanz
Schwarz Pharma verdient wieder Geld

Schwarz Pharma ist in den ersten neun Monaten in die Gewinnzone zurückgekehrt. Der Monheimer Arzneimittelhersteller profitierte nicht zuletzt von einer Zahlung des US-Pharmariesen Pfizer. Im dritten Quartal alleine schrieb der Mittelständler, der vor der Übernahme durch den belgischen Biopharmakonzern UCB steht, jedoch noch rote Zahlen.

HB FRANKFURT. „Das Geschäft entwickelte sich in den ersten neun Monaten nach Plan“, erklärte Vorstandschef Patrick Schwarz-Schütte am Freitag. Der Überschuss liege in den ersten neun Monaten des Jahres bei 14 Mill. Euro nach einem Verlust von 48,4 Mill. Euro vor Jahresfrist. Die Monheimer erhielten von Pfizer 79,5 Mill. Euro im Zusammenhang mit dem Verkauf von Lizenzrechten an einem Medikament. Der Konzernumsatz ging von Januar bis September allerdings um 0,3 Prozent auf 720,2 Mill. Euro zurück.

Für das Gesamtjahr stellt das Schwarz-Management weiterhin rund 900 Mill. Euro Umsatz und ein Ergebnis um die Nulllinie in Aussicht. Die Kosten der Übernahme durch UCB seien in der Prognose jedoch noch nicht berücksichtigt. Schwarz Pharma werde seine Entwicklungs-Pipeline an neuen Medikamenten weiter ausbauen und zusätzliches Geld investieren. In den ersten neuen Monaten flossen 153,5 Mill. Euro in Forschung und Entwicklung.

Im dritten Quartal verringerten die Rheinländer den Verlust auf 23,3 Mill. Euro nach einem Minus von 50,5 Mill. Euro vor Jahresfrist. Analysten hatten jedoch im Schnitt mit einem Minus von nur noch 22,9 Mill. Euro gerechnet. Der Betriebsverlust wurde auf 21,4 Mill. Euro abgebaut nach 62,2 Mill. Euro ein Jahr zuvor. Der Konzernumsatz im Zeitraum Juli bis September legte um 1,4 Prozent auf 236,8 Mill. Euro zu.

Im September hat UCB die Übernahme von Schwarz Pharma für rund 4,4 Mrd. Euro angekündigt. UCB bietet 50 Euro in bar und 0,8735 eigene Aktien für jedes Schwarz-Pharma-Papier. Mehr als zwei Drittel der Anteile haben sich die Belgier schon gesichert: Die Familie Schwarz, die rund 60 Prozent der Anteile besitzt, hat das Angebot angenommen. Schroders und Capital Research and Management, die zusammen 7,9 Prozent besitzen, wollen ihre Anteile ebenfalls abgeben.

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