Neunmonats-Bilanz
Jenoptik schwächelt

Der Jenauer Technologiekonzern Jenoptik hat in den ersten neun Monaten weniger Gewinn gemacht als von Analysten erwartet. An der Prognose fürs Gesamtjahr will das Unternehmen aber nicht rütteln.

HB BERLIN. Vor allem mit Sondereffekten begründete der Vorstand den Konzernverlust von 2,2 Mill. Euro nach neun Monaten. Im Vorjahreszeitraum stand noch ein Gewinn von 14,3 Mill. Euro zu Buche. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) habe bis Ende September 28,2 Mill. Euro betragen, teilte Jenoptik am Montag in Jena mit. Analysten hatten im Schnitt ein Ebit von fast 35 Mill. Euro erwartet. Der Umsatz betrug Jenoptik zufolge 1,36 Mrd. Euro und lag damit niedriger als im Vorjahreszeitraum. Jenoptik führte dies allerdings auf den Verkauf einer Tochter zurück, wodurch 250 Mill. Euro Erlöse weggefallen seien. Der Auftragseingang lag mit rund 1,6 Mrd. Euro dem Konzern zufolge aus gleichem Grund unter dem Wert des Vorjahreszeitraums.

Für das Gesamtjahr 2005 erwarte Jenoptik weiterhin einen Umsatz zwischen 1,9 Mrd. und 2,1 Mrd. Euro und ein operatives Ebit zwischen 60 Mill. und 70 Mill. Euro, hieß es. Sondereffekte aus dem geplanten Verkauf der Anlagenbau-Tochter M+W Zander Facility Engineering seien darin allerdings noch nicht enthalten.

Jenoptik will sich vom Anlagenbau für die Halbleiter- und Flachbildschirmindustrie und dem Gebäudemanagement trennen. Damit würde Jenoptik den Großteil seiner Umsätze abgeben. Ein Börsengang der Anlagenbau-Sparte war im Sommer allerdings gescheitert, am Verkauf wird aber festgehalten.

Der Konzern will sich auf die optische Sparte Photonics (Laser, Blitzgeräte, Militärtechnik) konzentrieren. Der Photonics-Umsatz soll 2005 knapp 400 Mill. Euro betragen. Die Umsatzrendite liegt hier mit 9 bis 10 Prozent deutlich höher als im Anlagenbau.

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