Neunmonats-Bilanz
Panzer und Co. treiben Rheinmetall

Der Autozulieferer und Rüstungskonzern Rheinmetall ist optimistischer für die Zukunft. Dabei stützt er sich auf gute Zahlen im bisherigen Jahr.

HB DÜSSELDORF. In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres steigerte Rheinmetall seinen Umsatz von 2,403 Mrd. auf 2,420 Mrd. Euro, wie das im MDax notierte Unternehmen am Montag in Düsseldorf mitteilte. Bereinigt um die Verkäufe des Vorjahres sei der Umsatz um vier Prozent gewachsen. Der Auftragseingang zog um 23 Prozent auf 2,707 Mrd. Euro an.

Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) ging allerdings wie erwartet zurück. In den ersten neun Monaten lag er bei 119 Mill. Euro nach 136 Mill. Euro im Vorjahr. Dabei habe die Rüstungssparte - wo unter anderem der Kampfpanzer Leopard 2 angesiedelt ist - ein Ergebniswachstum erzielt; Automotive habe das Ertragsniveau des Vorjahres gehalten.

Der Ebit-Rückgang sei wesentlich auf die Verkaufserlöse zurückzuführen, die im Vorjahresgewinn enthalten waren. Zudem seien in diesem Jahr einmalige Kosten von 8 Mill. Euro angefallen. Bereinigt um diese Effekte sei das Ebit um 8 Mill. auf 129 Mill. Euro gestiegen, hieß es. Unter dem Strich erzielte der Konzern vor Minderheiten einen Gewinn von 55 Mill. Euro nach 59 Mill. Euro im Vorjahr.

Der Rheinmetall-Konzern verbesserte alleine im dritten Quartal seinen Umsatz von 782 auf 803 Mill. Euro. Das Ebit stieg leicht von 45 Mill. auf 48 Mill. Euro. Unter dem Strich verdiente der Konzern vor Minderheiten 21 Mill. Euro nach 18 Mill. im Vorjahr.

Rheinmetall erhöhte seine mittelfristigen Ziele. Die Ebit-Rendite soll im Zeitraum zwischen drei und fünf Jahren bei 9 Prozent liegen und die Gesamtkapitalrendite bei 20 Prozent. Bislang hatte der Konzern eine Ebit-Rendite von 7 Prozent und eine Gesamtkapitalrendite von 15 Prozent angepeilt. "Mit den neuen Mittelfristzielen zeigen wir, dass wir bei Automotive und Defence noch gutes Potenzial für weitere Performancesteigerungen sehen", sagte Vorstandschef Klaus Eberhardt laut Mitteilung.

In den ersten neun Monaten erzielte die Rüstungssparte einen Umsatz von 885 Mill. Euro nach 853 Mill. Euro im Vorjahr; das Ebit stieg von 23 auf 32 Mill. Euro. Der Auftragseingang erhöhte sich von 639 Mill. auf 1,154 Mrd. Euro.

Automotive steigerte den Umsatz zwischen Januar und September von 1,465 auf 1,530 Mrd. Euro; das Ebit lag bei 101 Mill. Euro. Im Vorjahreswert von 108 Mill. Euro sei ein Veräußerungsgewinn von 2 Mill. Euro enthalten gewesen. Der Auftragseingang verbesserte sich von 1,463 auf 1,548 Mrd. Euro.

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