Neunmonatszahlen
Heidelberg Cement verdoppelt Gewinn

Heidelberg Cement hat Umsatz und Gewinn dank der milliardenschweren Übernahme des britischen Konkurrenten Hanson deutlich gesteigert. Auch ohne Zukäufe hätte der Zementhersteller mehr erlöst – je nach Region gibt es aber große Unterschiede.

HB STUTTGART. In den ersten neun Monaten des Jahres erhöhten sich die Erlöse von Heidelberg Cement um gut ein Fünftel auf 7,2 Mrd. Euro. Ohne Zukäufe und Währungseffekte hätte sich das Plus auf zwölf Prozent belaufen. Der Bauboom in Osteuropa, Asien und Afrika half dem Unternehmen über die Flaute in Nordamerika hinweg.

Das operative Ergebnis steigerte der weltweit viertgrößte Zementproduzent um 41 Prozent auf 1,34 Mrd. Euro. Unter dem Strich verblieben mit 1,8 Mrd. Euro mehr als doppelt so viel in der Kasse wie im Vorjahr, weil der Verkauf der Minderheitsbeteiligung am französischen Zementproduzenten Vicat für einen Extra-Gewinn von 800 Mill. Euro sorgte.

Für das Gesamtjahr bestätigte Heidelberg Cement seine Prognose einer prozentual zweistelligen Umsatz- und Gewinnsteigerung. Dabei rechnet das Unternehmen den Beitrag der seit September in den Büchern berücksichtigten Hanson ebenso heraus wie Umsätze und Gewinne der verkauften Firmenteile, etwa des Trockenmörtel-Herstellers Maxit.

Mit der Integration der für 14 Mrd. Euro gekauften Hanson sieht sich Heidelberg Cement auf Kurs. Der frühere Chef der britischen Baustofffirma, Alan Murray, wurde in den Heidelberg-Cement-Vorstand berufen. Um die Verschuldung zu senken, die sich durch den Zukauf auf 15 Mrd. Euro mehr als vervierfacht hat, erwägt das Unternehmen eine weitere Kapitalerhöhung.

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