Neuordnung
GM schenkt Tochter Opel Russland

Russland wird Opel-Land: General Motors schlägt den Rüsselsheimern das Geschäft in Putins Riesenreich zu. Das könnte nicht nur den Absatz kräftig ankurbeln, sondern auch die deutschen Opel-Werke besser auslasten.
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HamburgDer US-Autobauer General Motors gibt seiner Tochter Opel die Hoheit über das Geschäft in Russland. Die Aktivitäten in den osteuropäischen Land würden Anfang 2014 in den europäischen Konzernteil von GM eingegliedert, teilte Opel am Freitag mit.

Damit können sich die Rüsselsheimer künftig den Absatz in Russland zurechnen, der bisher als Teil der internationalen Aktivitäten von GM von Asien aus gesteuert wird. Für Opel eröffnet sich damit zugleich eine Chance, durch Exporte die wegen der Krise auf dem Heimatmarkt unterbeschäftigten Werke besser auszulasten.

„Alle Prognosen weisen darauf hin, dass sich Russland in den kommenden Jahren zur größten Absatzregion Europas entwickeln wird“, sagte GM-Europachef Chef Karl-Thomas Neumann, der auch Opel führt. Das Land ist für GM nach Deutschland und Großbritannien bereits der drittgrößte Absatzmarkt in Europa. Im vergangenen Jahr verkaufte Opel in Russland 81.000 Fahrzeuge und lag damit auf Rang 13 weit hinter der ebenfalls zu dem US-Konzern gehörenden Tochter Chevrolet, die mit 205.000 Wagen auf Platz zwei hinter Marktführer Lada rangierte. Opel verkauft in normalen Jahren in Europa etwa eine Million Fahrzeuge.

Ob durch die Neuordnung auch die Chancen steigen, dass Opel früher als geplant die Gewinnzone erreicht, ist unklar. Denn GM veröffentlicht keine Ergebniszahlen für einzelne Länder. Der Detroiter Konzern will seine chronisch defizitäre Europatochter durch Einsparungen und eine Modelloffensive bis 2016 in die schwarzen Zahlen führen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Neuordnung: GM schenkt Tochter Opel Russland"

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  • die klügste Idee von GM seit 25 Jahren

  • Warum erst jetzt? Opel muss weltweit freie bahn bekommen inclusive US Markt- Opel Bochum bräuchte nicht mehr schliessen sondern Mitarbeiter einstellen
    Opels Probleme sind hausgemacht- aber die eigenen Ami Marken kommen in Europa bzw Russland nicht wirklich an, daher wird Opel noch gebraucht

  • Noch nie hat ein Ami irgendwas verschenkt. Ausser er will es unbedingt loswerden. Und kriegt es nicht verkauft, weil es keiner will.

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