Neuzulassungen im Mai eingebrochen
Weniger neue PKW auf den Straßen

Zugegeben: März und April wurden viele neue PKW zugelassen. Doch im Mai brach die Zahl der Neuzulassungen deutlich ein - deutlicher als erwartet. Insgesamt ist die Bilanz nach fünf Monaten im neuen Jahr ernüchternd.

HB HAMBURG. Binnen Jahresfrist sank die Zahl der Neuzulassungen nach Angaben des Flensburger Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) vom Mittwoch um 7,3 % auf 282 500 Personenwagen. Verglichen mit dem Vormonat sanken die Neuanmeldungen um 4,9 %. Damit hat sich die Aufwärtstendenz der beiden verkaufsstarken Frühjahrsmonate März und April nicht fortgesetzt.

Nach fünf Monaten liegen die Neuzulassungen mit 1,344 Mill. Stück um damit um 2,5 % hinter denen des Vorjahreszeitraums zurück. Nach Experteneinschätzung wird die von den Autobauern nach vier Jahren Stagnation angestrebte Absatzsteigerung 2004 damit immer schwieriger. Als Ursache gilt neben den hohen Benzinpreisen die anhaltende Verunsicherung der Verbraucher durch die zurückliegenden Sozialreformen und die hohe Arbeitslosigkeit.

„Das von der Automobilindustrie anvisierte Jahresergebnis von 3,3 Mill. (Neuzulassungen) plus X ist noch weit entfernt“, zog das Kraftfahrt-Bundesamt eine Zwischenbilanz. Die Behörde wollte sich nicht dazu äußern, ob sie das vom Branchenverband VDA aufgestellte Ziel einer leichten Steigerung der Neuzulassungen auf 3,35 Mill. Pkw und Kombi in diesem Jahr für erreichbar hält. Im vergangenen Jahr waren 3,24 Mill. Pkw und Kombi neu angemeldet worden.

Angeführt von Opel, der deutschen Tochter des US-Konzerns General Motors, und der VW-Tochter Audi habe die Mehrheit der heimischen Hersteller den Gegenwind zu spüren bekommen, teilte das KBA mit. Die Marke VW verlor ein Prozent, die Daimler-Chrysler-Hauptmarke Mercedes sogar 5,6 %. Der Sportwagenbauer Porsche legte dagegen um 18,5 % zu und konnte so als einziger deutscher Hersteller einigermaßen mit der Konkurrenz aus Asien mithalten. Unten den asiatische Marken lag Daewoo mit fast 80 % plus an der Spitze, gefolgt von Toyota (plus 26 %) und Hyundai (15 %). Dagegen verlor der nach Rückrufaktionen unter Imageverlust leidende japanische Hersteller Mitsubishi über elf Prozent.

Die hohen Benzinpreise sorgten gleichzeitig dafür, dass sich der Anteil an Diesel-Fahrzeugen auf deutschen Straßen trotz der anhaltenden Debatte über Rußfilter auf 42 % von 39,2 % erhöhte.

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