NH90 soll Exportschlager werden
Hohe Erwartungen an neuen Militärhubschrauber

Der von der europäischen Luftfahrtindustrie neu konzipierte Militärhubschrauber NH90 kann nach Überzeugung seiner Hersteller auch über den Nato-Raum hinaus ein Exportschlager werden.

HB BERLIN. Bei der Präsentation des ersten aus der Serienproduktion stammenden NH90 auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) in Berlin sagte Eurocopter-Chef Fabrice Bregier am Dienstag, der NH90 sei mit jetzt 325 Festbestellungen und 86 Kundenoptionen das weltweit größte Hubschrauberprogramm. Verteidigungsminister Peter Struck (SPD) sagte, der als taktischer Transport- und Marinehubschrauber konzipierte Helikopter sei auf die künftigen Aufgaben der Bundeswehr zugeschnitten. Die Bundeswehr soll zum Jahreswechsel die ersten NH90 zu Trainings- und Ausbildungszwecken erhalten. Im Juni 2005 soll die Belieferung der Truppe, die 80 NH90 bestellt hat und 54 Optionen eingegangen ist, beginnen.

Derzeit liegen aus neun europäischen Ländern Bestellungen oder Optionen vor. Die an dem Konsortium NHIndustrie beteiligten Partnerfirmen aus Deutschland, Frankreich, Italien, Portugal und den Niederlanden äußerten sich überzeugt, dass sich der NH90 bei den europäischen Nato-Mitgliedern auch gegen amerikanische Konkurrenz als Standardmodell durchsetzen werde. Der NH90 soll aber auch zum Exportschlager werden. Gespräche würden unter anderem mit Australien, Saudi-Arabien, Oman, Singapur und Japan geführt, erklärte Eurocopter-Chef Bregier, dessen Unternehmen 62,5 % an NHIndustries hält. Eurocopter gehört zum europäischen Raum- und Luftfahrkonzern EADS.

Zum Stückpreis des in mehreren Versionen angebotenen NH90 wollte sich Bregier nicht äußern. Es sei ein „sehr vernünftiger Preis“, mit dem man auch wettbewerbsfähig sei. „Der NH90 bringt uns an die Spitze der internationalen Lieferanten im militärischen Markt, der bisher von amerikanischen Herstellern beherrscht wurde“, sagte Bregier. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums liegt der NH90-Systempreis je nach Ausstattung bei etwa 29 Mill. €. Einschließlich Entwicklungskosten ergebe sich für die 132 Hubschrauber ein Aufwand von 4,5 Mrd. €.

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