Nicht einmal die Anwesenheit des Daimler-Chefs wird in Peking bestätigt
Schrempp geht in China auf Tauchstation

Jürgen Schrempp ist ein Kämpfer, doch in einem der wichtigsten Kämpfe seiner Karriere kneift er: Drei Tage nach der spektakulären Mitsubishi-Entscheidung ist der Daimler-Chrysler-Chef in China abgetaucht.

HB/mg PEKING. Ausgerechnet dort, wo der Konzern bislang nie richtig in die Gänge gekommen ist, macht der angeschlagene Konzernchef aus seiner Reise eine Geheimmission. „Nein, ich kann das nicht bestätigen“, antwortet Li Jie, der Sprecher von Daimler-Chrysler China, am Montag morgen auf die Frage, ob sein Boss aus Stuttgart in der chinesischen Hauptstadt weilt. Und das, obwohl die Pekinger Zeitung Beijing Ribao bereits gemeldet hatte, Schrempp habe am Sonntag Nachmittag mit der politischen Nummer eins der Stadt, Parteisekretär Liu Qi, Gespräche geführt. Auch beim Daimler-Chrysler-Partner Beijing Automotive Industry (BAIC) werden alle Anrufe abgewiegelt. „Nein, wir können nicht bestätigen, dass Herr Schrempp hier war“, heißt es im Büro des BAIC-Vorsitzenden An Qingheng.

Der hat offenbar aber schon mit Schrempp gesprochen. Wahrscheinlich darüber, dass Daimler-Chrysler in dem Gemeinschaftsunternehmen Beijing Jeep mehr Anteile übernehmen will. Bislang hält BAIC 57,4 %, die Stuttgarter 42,6 %. Schrempp hatte im September mit BAIC ein Rahmenabkommen für die Produktion von C- und E-Mercedes ab 2005 getroffen. Teil dieser Vereinbarung ist auch die LKW-Produktion mit Beiqi Foton, an der BAIC 42 % Anteile hält. Seitdem stockt der Prozess. Die Genehmigung der Zentralregierung steht noch aus. Sie soll laut Roman Fischer, dem Chef der chinesischen Daimler-Chrysler- Tochter, aber bald kommen.

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