Nici-Insolvenz
Goleo überlebt

Auch wenn der Hersteller des WM-Maskottchens Goleo Insolvenz angemeldet hat: Der Verkauf läuft weiter. Damit muss kein Fußballfan auf den hosenlosen Löwen verzichten. Auch für Hersteller Nici selbst sieht es gar so schlecht aus.

HB ALTENKUNSTADT. Bei den ersten intensiven Gesprächen mit Banken, Kunden und Lieferanten der zahlungsunfähigen Nici AG seien die Grundlagen für die Fortführung des Betriebes gelegt worden, teilte der vorläufige Insolvenzverwalter Michael Jaffé am Donnerstag mit. Parallel dazu hätten potenzielle Investoren ihr Interesse an einem Einstieg in die Firma angemeldet. Unabhängig davon soll aber weiter an einem Sanierungskonzept für Nici gearbeitet werden.

„Wir registrieren von Kundenseite einen großen Zuspruch und auch die Mitarbeiter, die wir in einer Betriebsversammlung informiert haben, stehen weiter zum Unternehmen“, betonte Jaffé. Die 576 Beschäftigten hätten für drei Monate Anspruch auf Insolvenzgeld als Ersatz für ausstehende Löhne und Gehälter. Damit das Geld pünktlich ausbezahlt werden könne, werde in Absprache mit der Agentur für Arbeit nach einer Möglichkeit gesucht, die Beträge über eine Bank zwischenzufinanzieren.

Die Nici AG hatte am Dienstag Insolvenzantrag gestellt. Zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 hatte Nici von dem Münchner Unternehmen EM.TV für rund 28 Mill. Euro die Lizenz zur exklusiven Vermarktung des Maskottchens „Goleo“ erworben. Doch die Verkäufe laufen schleppend, was Nici in die Krise stürzte.

Jaffé kündigte an, die Hintergründe der Insolvenz aufzuklären: „Es ist eine Sonderprüfung der Zahlungsströme veranlasst worden.“ Mit einem Ergebnis sei frühestens in einigen Wochen zu rechnen. Das Management habe bei einer Überprüfung des Jahresabschlusses eine „erhebliche bilanzielle Unterdeckung“ festgestellt, hatte es nach einer ersten Durchsicht der Zahlen geheißen. Im Jahr 2005 wurde ein Umsatz von 155,8 Mill. Euro erzielt.

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