Nick Hayek
Swatch-Chef kündigt Super-Batterie an

In den 90er-Jahren wollte Swatch-Gründer Nicolas G. Hayek das Autofahren revolutionieren. Sein Sohn Nick beschränkt sich nun auf die Kernkomponente für das saubere Fahren: Die Batterie.
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ZürichDer Uhrenhersteller Swatch will dem E-Auto zum Durchbruch verhelfen. Die Konzerntöchter Belenos und die Swatch-Batterienfabrik Renata arbeiten derzeit an einer neuartigen Batterie, die bis zu 100 Prozent mehr Energie speichern können soll als bisherige Stromspeicher. „Wir wollen im nächsten Sommer die ersten Prototypen industriell bei Renata fertigen“, kündigte Swatch-Chef Nick Hayek gegenüber dem Handelsblatt am Rande einer Filmpremiere über das Swatch Car Project an.

Die Batterie werde erlauben, dass ein Auto mit einer vollen Ladung doppelt so weit fahren kann als mit den heute verfügbaren Stromspeichern. Die Tochter Belenos Clean Power hat dazu eine spezielle Legierung für die Kathode gemeinsam mit der ETH Zürich entwickelt, die die höhere Speicherkapazität möglich macht. Im Zuge der Entwicklung wurden bereits 15 Patente angemeldet.

„Das Interesse der Autoindustrie ist groß“, sagte Hayek, „aber alle wollen nur wissen, wie wir das machen, um uns zu kopieren.“ Wie und ob Swatch einem Autobauer die neuartige Batterie zur Verfügung stellt, sei daher noch nicht entschieden.

Belenos Clean Power ist eine Art Forschungslabor der Swatch-Gruppe, die auch an der Brennstoffzelle gearbeitet hat. Doch nun konzentriert sich das Unternehmen auf die Entwicklung der Batterie.

Für deren industrielle Produktion ist die Swatch Group auf keinen Partner angewiesen. Denn die Batterien-Tochter Renata produziert bereits rund ein Million Batterien am Tag – vor allem für die Uhrenindustrie, aber auch für Hörgeräte oder Fernbedienungen.

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Swatch-Chef kündigt Super-Batterie an

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Piëch stoppte Zusammenarbeit mit Swatch

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  • Sehr gut, dass auch Schweizer Unternehmen damit beginnen Disruption Strategien zu fahren. Ich wünschte mir noch ein paar Hayek's mehr hierzulande...;-)

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