Nissan auf der IAA
Elektrisch ins Transportgeschäft

VW und BMW drängen auf den Elektroauto-Markt, Mercedes wird folgen. Die bisherige Nummer eins, Renault-Nissan, will an der Spitze bleiben. Produktplaner Etienne Herny erklärt, wie der Konzern standhalten will.
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FrankfurtDen Titel als Nummer eins bei Elektroautos beanspruchen einige Hersteller für sich. Wer hatte das erste Auto mit Elektroantrieb, wer das erste in Serienproduktion? Gemessen ab Absatz gibt es eine klare Antwort: Renault-Nissan.

Die beiden in einer Allianz verbundenen Autobauer wollen das auch auf Dauer bleiben, wie Konzernchef Carlos Ghosn auf der IAA betonte. Das vor zwei Jahren ausgerufene Ziel, bis 2016 rund 1,5 Millionen Elektroautos zu verkaufen, musste Ghosn aber kassieren.

Dennoch ist sich der Konzern sicher, auf die richtige Technologie gesetzt zu haben. „Unser Leaf ist das meistverkaufte Elektroauto der Welt“, sagt Nissan-Chef Andy Palmer. „In einigen Märkten, darunter Deutschland, läuft es aber etwas schleppend. In Ländern wie Norwegen, wo es eine staatliche Förderung gibt, ist der Leaf unser meistverkauftes Modell.“

Staatliche Kaufanreize hin oder her, den groß angekündigten Durchbruch hat das Elektroauto bisher nicht geschafft. Die kassierte Absatzprognose von Renault-Nissan kann hier als jüngstes Indiz gesehen werden. Dennoch glauben vor allem die Japaner weiter an den Erfolg der E-Mobilität: „Wenn weitere große Hersteller wie Volkswagen, die das Elektroauto vor wenigen Jahren noch verteufelt haben, oder BMW auf den Markt kommen, wird das die Elektromobilität insgesamt weit voran bringen“, so Palmer weiter. „Wenn es mehr Modelle gibt, wird es auch mehr Kunden geben.

Dem pflichtet Etienne Henry, verantwortlich für die Produktplanung und EV-Strategie (electric vehicle) bei Nissan Europe, im Gespräch mit Handelsblatt Online bei. „Mit mehr Wettbewerbern wird es auch mehr Modelle und unterschiedliche Konzepte geben. Wir begrüßen Modelle wie den E-Golf oder den i3, bisher haben wir uns etwas alleine gefühlt.“

Nissan selbst spricht davon, bereits die zweite Generation seines Elektro-Bestsellers Leaf auf dem Markt zu haben. Von außen ist dieser nicht als solcher zu erkennen, die Verbesserungen - wie eine auf maximal 200 Kilometer erhöhte Reichweite - stecken unter der Haube.

Die größte Änderung wird der Kunde nur auf dem Typenschild erkennen: Der aktuelle Leaf wird nicht mehr aus Japan importiert, sondern samt Batterien im britischen Sunderland gebaut. Damit ist der Leaf keine Besonderheit im Modellprogramm der Japaner: Mehr als 80 Prozent der in Europa verkauften Nissan werden auch hier auf dem Kontinent gefertigt.

Das gilt auch für das zweite Elektroauto von Nissan, das in Barcelona vom Band laufen wird: der E-NV200. Während der Leaf als Fahrzeug der Golf-Klasse den Privatkunden anspricht, sucht der E-NV200 eine völlig andere Zielgruppe. Er soll gewerbliche Kunden von der Elektromobilität überzeugen. Darunter fallen Logistik- und Lieferfirmen, die im urbanen Raum arbeiten.

Kommentare zu " Nissan auf der IAA: Elektrisch ins Transportgeschäft"

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  • Herr Redakteur: Sie haben die Renault Elektroautos vergessen!
    Zum Thema Ladestationen: In Amsterdam gibt es zurzeit fast 800 davon. Herr Redakteur: Sie sitzen doch in Düsseldorf - dort gibt es eine einzige Feigenblattstation am Höherweg. Fragen Sie doch mal den Feuerwehr-Disziplinierer Herrn OB Elbers, wie sein Konzept dafür aussieht. Düsseldorf ist eine Abgas-verpestete und sehr laute Stadt.

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